Arbeitnehmer-Information

Betriebliches Eingliederungsmanagement

So ist es im Sozialgesetzbuch-Neuntes Buch (SGB IX) geregelt. Dieses Gesetz beschäftigt sich eigentlich mit der Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen. Deshalb ist vielen Arbeitgebern nicht bewusst, dass auch sie BEM durchführen müssen.

Wichtige Punkte im Überblick:

  • Jeder Arbeitgeber ist zum BEM verpflichtet. Es kommt nicht auf die Betriebsgröße an.
  • Für die Mitarbeiter ist BEM freiwillig. Ohne Ihre Zustimmung ist kein BEM möglich.
  • Der Arbeitgeber muss BEM allen Mitarbeitern anbieten – Mitarbeitern mit und ohne Behinderung. 
  • „Innerhalb eines Jahres“ bedeutet nicht innerhalb eines Kalenderjahres, sondern innerhalb der letzten 12 Monate.
  • Ziel des BEM ist die Sicherung des Arbeitsplatzes durch die Reduzierung und Vermeidung von krankheitsbedingten Fehlzeiten. 
  • BEM kann auch während einer Krankheitsphase stattfinden. Sogenannte Krankenrückkehrgespräche sind kein BEM.
  • BEM ist ergebnisoffen. Der Arbeitgeber sucht gemeinsam mit Ihnen, interner und externer Hilfe nach Möglichkeiten zur Reduzierung der Fehlzeiten.
  • Interne Hilfe gibt es durch das betriebliche Inklusionsteam. Lassen Sie sich von diesem informieren und beraten!
  • Externe Unterstützung gibt es durch die Träger der beruflichen und medizinischen Rehabilitation, zum Beispiel der Agentur für Arbeit, der Renten- und Krankenversicherung.
  • Bei schwerbehinderten Mitarbeitern gibt es zusätzliche Unterstützung durch das KVJS-Integrationsamt. 
  • War BEM erfolglos oder wurde von Ihnen abgelehnt, rechtfertigt das nicht automatisch eine krankheitsbedingte Kündigung

Ansprechpersonen/Publikationen

Karin Kimmich-Protz

Referatsleiterin, Dienststelle Stuttgart

Telefon: 0711 6375-265

Carola Maier

Leiterin des Regionalbüros Freiburg

Telefon: 0761 2719-22

Dietmar Tremmel

Referatsleiter, Dienststelle Karlsruhe

Telefon: 0721 8107-961