Arbeitnehmer-Information

Unterstützte Beschäftigung

Die "Unterstützte Beschäftigung" (UB) ist ein Angebot für schwerbehinderte Menschen, die eine besondere Unterstützung am Arbeitsplatz benötigen. Mit dieser Unterstützung können sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten und sind nicht auf die Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen angewiesen.

Die Unterstützte Beschäftigung besteht aus zwei Abschnitten, nach der Devise "Erst platzieren, dann qualifizieren".

Zunächst sucht ein "Jobcoach" nach einem geeigneten Qualifizierungsplatz. Dort erwerben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während einer "Individuellen betrieblichen Qualifizierung" ( InbeQ )
nicht nur die Fähigkeiten, die für den Arbeitsplatz notwendig sind. Sie lernen auch alles, was im Arbeitsleben wichtig ist. Dieser erste Abschnitt dauert bis zu zwei Jahre und kann - wenn erforderlich - um ein Jahr verlängert werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind sozialversichert. Zuständig ist in der Regel die Agentur für Arbeit. Ziel dieser ersten Phase ist im Idealfall ein Arbeitsvertrag.

Manche schwerbehinderten Menschen benötigen an ihrem Arbeitplatz weiterhin eine zusätzliche Unterstützung am Arbeitsplatz - eine Berufsbegleitung. Durch die Berufsbegleitung soll das Arbeitsverhältnis stabilisiert und dauerhaft gesichert werden. Für die meisten schwerbehinderten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist eine psychosoziale Betreuung durch die Integrationsfachdienste (IFD) ausreichend. Die IFD können zusätzlich - zeitlich befristet - einen Jobcoach beauftragen, wenn die Unterstützung durch den Integrationsfachdienst nicht ausreicht. Das kann zum Beispiel notwendig sein, wenn sich die Arbeit ändert. Das Integrationsamt trägt die Kosten für eine notwendige Berufsbegleitung.