Inklusionsbetriebe

„Inklusionsbetrieb“ ist der neue Begriff des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) für die bisherigen Integrationsunternehmen, Integrationsbetriebe oder -abteilungen. Er wird ab 01.01.2018 offiziell gelten.
Inklusionsbetriebe sind Teil des allgemeinen Arbeitsmarktes. Das bedeutet, dass Ihre Beschäftigten sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse haben und der gesetzliche Mindestlohn die Lohnuntergrenze darstellt. Je nach Branche gelten jedoch bessere tarifliche Regelungen
Inklusionsbetriebe sind entweder rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Unternehmen oder unselbstständige Betriebe oder Abteilungen von Unternehmen. Sie sollen mindestens 25 Prozent und höchstens 50 Prozent schwerbehinderte Menschen beschäftigen, die aufgrund ihrer Behinderung oder sonstiger Umstände keine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt finden. Dies gilt auch für chronisch psychisch kranke Menschen, die von Behinderung bedroht sind.

Die Beschäftigung in einem Inklusionsbetrieb soll dabei helfen, die schwerbehinderten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fit zu machen für andere Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes. Ihnen sollen arbeitsbegleitende Betreuung, berufliche Weiterbildung, die Teilnahmemöglichkeit an außerbetrieblichen Trainings- und Bildungsmaßnahmen geboten werden.
Das Integrationsamt fördert Aufbau, Erweiterung, Modernisierung, Ausstattung und die betriebswirtschaftliche Beratung von Inklusionsbetrieben. Dazu zählen beispielsweise die Anschaffung von Maschinen, EDV-Ausstattungen, Einrichtungsgegenständen oder Kosten für ein Gründungsgutachten.
Auch rechtlich unselbstständige Betriebe oder Abteilungen von privaten Unternehmen oder öffentlichen Arbeitgebern können vom Integrationsamt gefördert werden.

Detaillierte Informationen erhalten Sie in den Grundsätzen des KVJS zur Förderung von Integrationsbetrieben (siehe rechts).

Informationen zum KVJS-Forschungsprojekt „Mehrdimensionale Erfassung der Unternehmensleistung von Integrationsfirmen in Baden-Württemberg“ finden Sie in unserem Werkzeugkoffer Wirkungsorientierung und im Themenbereich KVJS-Forschung.