Projekte und Initiativen zur beruflichen Inklusion

Modellprojekt "Autism at work" - Ein Modellprojekt in Kooperation von SAP, KVJS und Integrationsfachdienst Heidelberg

Jeder Mensch hat bestimmte Neigungen und Begabungen. Bei Menschen mit Autismus können das Erkennen und Analysieren von besonderen Strukturen, Details und logischen Zusammenhängen eine ganz besondere Stärke sein.

Eine Stärke, die in der IT-Branche benötigt wird - wie beim bekannten Softwareentwickler SAP mit Sitz im baden-württembergischen Walldorf.
Bis 2020 soll dort der Anteil von Mitarbeitern mit Autismus bei einem Prozent an der gesamten Belegschaft liegen.

Mit seinem globalen Projekt "Autism at Work" soll dieses ambitionierte Ziel erreicht werden. Es ist ein wichtiger Baustein des SAP-Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. 

140 Arbeitsplätze in Baden-Württemberg

An den baden-württembergischen SAP-Standorten in Walldorf und St. Leon-Rot sollen rund 140 Menschen mit Autismus einen Arbeitsplatz finden. Damit diese Plätze mit geeigneten Mitarbeitern besetzt werden können, hat SAP zur Umsetzung seines Projektes in Deutschland das KVJS-Integrationsamt und den örtlichen Integrationsfachdienst (IFD) in Heidelberg ins Boot geholt.

Dadurch sollen bei tragfähige und nachhaltige Beschäftigungsstrukturen für Menschen mit Autismus geschaffen werden.

Geeignete Beschäftigungsstrukturen schaffen

Menschen mit Autismus benötigen - wie andere Menschen auch - Arbeitsplätze, die passen oder passend gemacht werden.

Autisten benötigen zum Beispiel

  • ein ruhiges und konstantes Umfeld ohne störende Außenreize,
  • kontinuierliche Arbeitsaufgaben, die Routine ermöglichen,
  • verlässliche und konstante Ansprechpartner.

Aber auch die betrieblichen Mentoren und Vorgesetzten der beschäftigten Autisten benötigen fachliche Hilfe und Unterstützung.

Bei SAP wurde deshalb eine Koordinierungsstelle eingerichtet. Sie hat die Aufgabe, inner- und außerbetriebliche Schnittstellen zu beschreiben, zu koordinieren und dadurch mit den Projektpartnern die geeigneten Beschäftigungsstrukturen zu schaffen.

 

Finanzielle Förderung durch das KVJS-Integrationsamt

Das KVJS-Integrationsamt fördert diese Koordinierungsstelle finanziell mit Mitteln der Ausgleichsabgabe bis 31.12.2020. 

 

Fachliche Unterstützung durch den Integrationsfachdienst Heidelberg

Der Integrationsfachdienst Heidelberg wird zur Unterstützung des Projekts um eine weitere Personalstelle aufgestockt. Auch diese Personalstelle finanziert das KVJS-Integrationsamt.

Damit wird sichergestellt, dass der IFD konstant für die Projektbeteiligten erreichbar ist. Der IFD soll unter anderem auch bei der Anbahnung der Arbeitsverhältnisse mitwirken. Er klärt zum Beispiel mit den jeweils zuständigen Leistungsträgern mögliche Förderleistungen für die neuen Arbeitsverhältnisse.

 

Ihr Kontakt zu uns

Berthold Deusch

Leiter Referat "Koordinierung der Integrationsfachdienste"

Telefon: 0721 8107-911