KVJS-Forschung

Alter erleben - Lebensqualität und Lebenserwartung von Menschen mit wesentlicher geistiger Behinderung im Alter

Ausgangslage

Menschen mit wesentlicher geistiger Behinderung gehören in Deutschland einer Generation an, die nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurde. Im Dritten Reich war eine große Zahl von Menschen mit Behinderungen ermordet worden. Deshalb standen die Themen „Älterwerden“ und „ Lebensqualität im Alter“ in Bezug auf Menschen mit wesentlicher geistiger Behinderung zunächst nicht im Fokus der Fachdiskussion. Heute wird jedoch zunehmend wahrgenommen, dass sich die erste Nachkriegsgeneration der Pensionierungsgrenze nähert oder sie zum Teil schon erreicht hat. Zugleich ist in den letzten Jahrzehnten die Lebenserwartung von Menschen mit schweren Behinderungen stark gestiegen und gleicht sich zunehmend derjenigen der allgemeinen Bevölkerung an.

Forschungsbedarf

Zwar konnten bereits erste Angebote der Unterstützung für älter werdende Menschen mit wesentlicher geistiger Behinderung geschaffen werden. Es mangelt jedoch an aktuellen und systematischen Analysen der Lebenslagen dieser Menschen, ihrer Bedürfnisse in unterschiedlichen Lebenskontexten sowie den daraus sich ergebenden Erfordernissen an alternsgerechte Hilfeangebote.

Um den zukünftigen Bedarf – in quantitativer und qualitativer Hinsicht – abschätzen zu können, müssen fundierte und plausible Annahmen getroffen werden, wie sich diese Entwicklung voraussichtlich vollziehen wird.

Die Ergebnisse dieses Forschungsvorhabens sind deshalb von großem Interesse auch für die Sozialplanung der Stadt- und Landkreise und die Angebotsstruktur der freien Träger.

Projektleitung

Projektleiter Wissenschaft: Herr Prof. Dr. Friedrich Dieckmann, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen

Projektleiterin Praxis: Christine Blankenfeld, KVJS

Projektpartner

Forschungsverbund Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg und Zentrum zur interdisziplinären Erforschung der Lebenswelten behinderter Menschen  Z.I.E.L. der Universität Tübingen

Kommunalverband für Jugend und Soziales, Baden-Württemberg

Ihre Ansprechpartnerin beim KVJS

Christine Blankenfeld

Stv. Referatsleiterin "Sozialplanung, Investive Förderung", Behindertenhilfe Stadt Stuttgart
Telefon: 0711 6375-745
E-Mail schreiben

Laufzeit

Februar 2011 bis Juli 2012

Aktuelles

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Informationen und Unterlagen

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Erste Ergebnisse

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