Personalbedarf in der Altenhilfe und Altenpflege in Baden-Württemberg

Expertise unter Berücksichtigung des Bedarfs an nicht-medizinischen
Fachkräften mit akademischer Qualifikation


Ausgangslage

Auch die Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg haben zunehmend Probleme bei der Fachkräftegewinnung. Dies wird insbesondere in der Altenhilfe und Altenpflege spürbar. Alle bekannten Prognosen deuten darauf hin, dass sich diese Problematik künftig noch verstärken wird. Vor allem demografische und soziale Veränderungsprozesse gelten als ursächlich für diese Entwicklung. Die Datenlage zum Fachkräftebedarf in sozialen Berufen ist allerdings insgesamt unübersichtlich. Es gibt zwar – bezogen auf die verschiedenen Arbeitsfelder - Erhebungen in unterschiedlicher Differenziertheit und Aussagekraft. Was jedoch fehlt, ist eine Analyse und Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstandes, bezogen auf die Situation in Baden-Württemberg. Der KVJS hat deshalb für den Bereich der Altenhilfe und -pflege eine Untersuchung in Auftrag gegeben.

Forschungsbedarf

Zentrale Fragestellungen sind unter anderem: 

  • Welche demografischen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen werden den Bedarf an Fachkräften für Altenhilfe und Altenpflege in Baden-Württemberg in den nächsten zehn Jahren (2012 bis 2022) maßgeblich beeinflussen? 
  • Gibt es dabei unterschiedliche Entwicklungen in den Regionen und Landkreisen in Baden Württemberg, und wie stellen sich diese Entwicklungen für den genannten Zeitraum dar? 
  • Inwiefern entstehen dadurch neue oder veränderte fachliche Anforderungen speziell für Soziale Dienste, ambulante und stationäre Einrichtungen der Altenhilfe und Altenpflege? 
  • Welche Auswirkungen ergeben sich aus den oben genannten Entwicklungen im Hinblick auf den quantitativen Bedarf an akademischen, nicht-medizinischen Fachkräften in der Altenhilfe und -pflege in Baden-Württemberg? Welche Auswirkungen ergeben sich im Hinblick auf deren Qualifikation?
  • Welche Perspektiven zeichnen sich demzufolge für die Aus- und Weiterbildung ab? Insbesondere: Mit welchen Maßnahmen können die verschiedenen Aus- und Weiterbildungssysteme durchlässig gestaltet werden, um bedarfsgerechte Qualifikationen sowie Aufstiegschancen zu ermöglichen?
  • Wie wird sich im oben genannten Zeitraum die Nachfrage nach Absolventen von Bachelor- und Masterstudiengängen entwickeln?

Die Expertise wird fundierte, auf baden-württembergische Verhältnisse ausgelegte Prognosen zum Fachkräftebedarf sowie Hinweise und Anregungen zur Sicherstellung eines ausreichenden Fachkräfteangebots liefern. Es werden aber auch Impulse zur Beförderung eines nachhaltigen Dialogs zwischen Hochschulen und Anstellungsträgern erwartet, insbesondere zur inhaltlich-konzeptionellen Gestaltung von Ausbildungs- und Weiterbildungsangeboten.

Projektleitung

Projektleitung Wissenschaft: Herr Prof. Dr. Gerhard Naegele, Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V., Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund

Projektleitung Praxis: Frau Heide Trautwein, KVJS

Ihre Ansprechpartnerin

Heide Trautwein

Geschäftsführung KVJS-Forschung
Telefon: 0711 6375-716
E-Mail schreiben

Laufzeit

Mai bis Dezember 2012

Ergebnisse

Abschlussbericht (ausführliche Fassung)

Kurzfassung

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Projektbeschreibung

Vortrag: Andrea Kuhlmann, "Quantitative und qualitative Aspekte des Personalbedarfs. Die Perspektive der Praxis und das Angebot der Hochschulen", Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. / Institut für Gerontologie an der TU Dortmund, 2013