Tagesbetreuung von Kindern

Kindergarten, Krippe oder Schülerhort, jede Kindertageseinrichtung braucht eine Betriebserlaubnis. Dies stellt sicher, dass in allen Einrichtungen eine Mindestqualität an personellen und räumlichen Standards gegeben ist.

Das KVJS-Landesjugendamt fördert die Tagesbetreuung und Erziehung in der Familie durch modellhafte Vorhaben, durch fachliche Begleitung, Broschüren, Arbeitshilfen und durch Fortbildungsveranstaltungen.

Darüber hinaus bietet der KVJS überregionale und regionale Fachtagungen, Workshops und Seminare. Mit seinen Inhouse-Seminaren ergänzt er dieses Angebot durch individuell zugeschnittene Veranstaltungen vor Ort z. B. zur Teamentwicklung, Konzeptionsentwicklung, Qualitätsmanagement.

Kinderschutz

Das Landesjugendamt ist nach § 85 SGB VIII (2) Nr.6 zuständig für die Wahrnehmung der Aufgaben zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen (§§ 45-48 SGB VIII).
Kinderschutz ist im Bereich der Kindertagesbetreuung eine wichtige Aufgabe. Kindertageseinrichtungen und deren Träger haben einen ausdrücklichen gesetzlichen Schutzauftrag das Wohl der Kinder zu schützen. Dieser Schutzauftrag wurde mit dem am 1.1.2012 in Kraft getretenen Bundeskinderschutzgesetz verdeutlicht.

Das örtlich zuständige Jugendamt wiederum hat gemäß § 8a SGB VIII den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung zu gewährleisten. Dieses schließt mit den Trägern eine Vereinbarung zum Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung gemäß § 8a SGB VIII ab.

Der Träger einer erlaubnispflichtigen Einrichtung hat dem KVJS-Landesjugendamt nach § 47 SGB VIII unverzüglich Ereignisse und Entwicklungen, die das Wohl der Kinder beeinträchtigen können, anzuzeigen. Gegenüber der bisherigen Rechtslage handelt es sich um eine wesentliche Erweiterung der Meldepflicht. Nun sind bereits Entwicklungen anzeigepflichtig, die nicht sofort Folgen haben –wie z.B. eine personelle Unterbesetzung – aber zu einer Beeinträchtigung führen.

Im Betriebserlaubnisverfahren nach § 45 SGB VIII sind die Einrichtungsträger gemäß § 45 Abs. 3 Nr. 1 SGB VIII ausdrücklich zur Vorlage der Konzeption im Betriebserlaubnisverfahren verpflichtet. Bestandteile einer Konzeption sind unter anderem die Qualitätsentwicklung und -sicherung. Hierzu gehört das altersgerechte Beteiligungs- und Beschwerdemanagement für Kinder und Jugendlichen zur Sicherung ihrer Rechte in der Einrichtung.

Mit Hilfe der folgenden Unterlagen/ Handreichungen soll ein präventiver und intervenierender Kinderschutz optimiert werden, um Formen von Gewalt vorzubeugen und Teams und pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen in ihrer Arbeit zu unterstützen.