Werkzeugkoffer Wirkungsorientierung in der Jugendhilfe
Wissen, was wirkt - das ist ein zentrales Anliegen in der Sozialen Arbeit. Denn Fachkräfte möchten so viel wie möglich für ihre Klientel erreichen. Und Kommunen und Kreise wollen Geldmittel sinnvoll einsetzen.
Der KVJS unterstützt die wirkungsorientierte Praxis der Sozialen Arbeit mit Projektgeldern und einer fundierten Informationssammlung: dem "Werkzeugkoffer". Zielgruppe sind Fachleute der Jugendhilfe, Behindertenhilfe sowie Fachleute für die Integration behinderter Menschen in die Arbeitswelt.
Der Werkzeugkoffer enthält Handreichungen von Expertinnen und Experten des KVJS. Der Verband hat ausgewählte Beispiele aus den Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs zusammengestellt. Die Materialien sind als Anregung gedacht und können an die Zielsetzungen und Rahmenbedingungen eines Stadt- und Landkreises angepasst werden.
Hier können Sie den Werkzeugkoffer öffnen:
- WiKo-Projekt (2008 bis 2011)
Der KVJS fördert das so genannte WiKo-Projekt ("Praxiserprobte Verfahren zur Erfassung der Wirkungen von Kooperationsformen der Jugendhilfe"). Es unterstützt öffentliche und freie Träger der Jugendhilfe mit wissenschaftlicher Begleitung. Ziel ist es, die Wirksamkeit ihrer Zusammenarbeit zu überprüfen und zu optimieren. Gemeinsam werden praxistaugliche Instrumente erarbeitet. Die Instrumente werden in den Bereichen "Kinderschutz" sowie "Jugendhilfe und Schule" erprobt.
Der KVJS stellt der Stadt Freiburg, der Stadt Ulm, dem Kreisjugendring Esslingen sowie den Martin-Bonhoeffer-Häusern in Tübingen insgesamt 300 000 Euro bereit.
Ausführliche Informationen
Praxiserprobte Verfahren zur Erfassung der Wirkungen von Kooperationsformen (WiKo)
- Qualifizierung der Hilfen zur Erziehung – Praxisbeispiel aus dem Landkreis Böblingen (2006 – 2009)
Für das Modellprojekt fanden sich von 2006 bis Anfang 2009 Tandems zusammen. Sie bestanden auf der einen Seite aus Fachleuten des öffentlichen Jugendhilfeträgers und auf der anderen Seite von freien Trägern von Einrichtungen. Gemeinsam entwickelten und erprobten sie wirkungsorientierte Leistungs-, Entgelt- und Qualitätsentwicklungsvereinbarungen nach Paragraf 78 ff Achtes Sozialgesetzbuch. Die Koordination des Modellprogramms nahm das Institut für Soziale Arbeit (ISA) in Münster wahr. Die Gesamtevaluation erfolgte durch die Universität Bielefeld. Das Projekt lief im Rahmen des Modellprogramms „Wirkungsorientierte Jugendhilfe“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Weitere Informationen:
Das Projekt
Wirkungsorientierte Qualifizierung der Hilfen zur Erziehung im Landkreis Böblingen (WOJ)
Die Ergebnisse ...
... können Sie aus folgenden Materialien des Jugendamts Böblingen ersehen:
Leistungs- und Qualitätsentwicklungsvereinbarung
Hilfeplan 1 - Vorlage zur Erziehungskonferenz
Hilfeplan 2 - Protokoll der Erziehungskonferenz
Hilfeplan 3E - Erster Hilfeplan mit Zielvereinbarungen
Hilfeplan 3 - Hilfeplanfortschreibung
Hilfeplan 4 - Abschlusshilfeplan
Einschätzungsbogen junge Menschen
Das Jugendamt stellt einen Beratungsgutschein zur Verfügung. Der Gutschein ist für Klientinnen und Klienten des Jugendamts bestimmt, bei denen gewährte Hilfen auslaufen. Sie können mit dem Gutschein innerhalb von sechs Monaten eine weitere Beratungsstunde in Anspruch nehmen.
Praxis der gemeinsamen kollegialen Qualitätsentwicklungsbegehungen
- Hilfeplanung effizient gestalten – Umbau der Hilfen zur Erziehung in der Landeshauptstadt: der „Stuttgarter Weg“ 1999 – 2005
Der Stuttgarter Umbauprozess – auch Stuttgarter Weg genannt – ist ein auf Dauer angelegtes Geschehen. Es stellt die Arbeit des Jugendamtes und der örtlichen Erziehungshilfeträger regelmäßig auf den Prüfstand.
Im Zeitraum von 1999 bis Ende 2005 wurden neue fachliche Ziele und Strukturelemente im Hinblick auf sozialräumliche Hilfen im ambulanten und stationären Bereich vermittelt und umgesetzt. Es entstanden neue Beteiligungsformen für Familien und Professionelle (Hilfeplangespräch als Kontraktgespräch, Abschlussgespräche und Hilfebewertung, fallunspezifische Arbeit, Fallevaluation etc.) und eine kooperative Arbeitsstruktur im Bereich der Erziehungshilfen (etwa Stadtteilteams, Leitungsrunden mit öffentlichen und freien Trägern, gesamtstädtische Themenworkshops).
Mittlerweile wurden sämtliche Strukturelemente auf ihre Tauglichkeit hin überprüft und teilweise verfeinert. Auch fünf Jahre nach dem Projektende bewährt sich die Arbeits- und Steuerungsstruktur. Grund ist ein Qualitätsmanagement, das zur ständigen (selbst-)kritischen Reflexion der Arbeitsergebnisse auffordert.
Das Jugendamt der Stadt Stuttgart hat freundlicherweise folgende Materialien zu diesem Reformprozess zur Verfügung gestellt:Teilvertrag 2
Der Teilvertrag 2 ist einer von mehreren Vertragsbausteinen aus dem Rahmenvertrag zwischen Jugendamt und Freien Trägern. Er beschreibt das von der Jugendhilfeplanung entwickelte Steuerungssystem. Es steht in einem direkten Zusammenhang mit dem vom Jugendamt Stuttgart und den sozialräumlichen Trägern entwickelten Qualitätsmanagement und wird auf einer soliden vertraglichen Grundlage umgesetzt.
Benchmarking-Bericht
Ein Instrument des Qualitätsmanagements ist der Benchmarking-Bericht. Er wird jährlich vom Jugendamt im Rahmen eines Workshops präsentiert. Der Bericht bietet Jugendamt und sozialräumlichen Trägern eine Basis für den Austausch über die Wirkung erzieherischer Hilfen. Hier finden Sie den ersten Benchmarking-Bericht aus dem Jahr 2006.
Weitere Unterlagen können direkt beim Jugendamt Stuttgart angefordert werden:
Siglinde Bunsen, 0711-216-7408, E-Mail schreiben
Andrea Wiener, 0711-216-7082, E-Mail schreiben
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Leiterin der Initiative "Wirkungsorientierung"
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