Zukunft der Sozialhilfe: Vierte Phase des Programms „Neue Bausteine“ nimmt Fahrt auf

Kärtchen auf Metaplan-Tafel
Intensive Analysen und Diskussionen geführt ...
Gruppe von rund 20 Projekt-Teilnehmenden auf Terasse
... hat die neue "Neue Baustein"-Gruppe. Fotos: Rizvi

Erstes Projektgruppentreffen

Am 18. Januar 2017 haben sich 24 Mitarbeiter und Kooperationspartner der sechs teilnehmenden Kreise, des KVJS und der wissenschaftlichen Begleitung zum Erfahrungsaustausch beim Kommunalverband in Stuttgart getroffen.

KVJS-Sozialdezernent Franz Schmeller und Referatsleiterin Christine Blankenfeld begrüßten die neuen Projektteilnehmer. Schmeller betonte in seiner Ansprache die Notwendigkeit, bestehende Leistungen vor dem Hintergrund der neuen gesetzlichen Entwicklungen im BTHG und Pflegestärkungsgesetz weiter zu entwickeln und anzupassen. Für diese Weiterentwicklungen der Behinderten- und Wohnungslosenhilfe stellte der KVJS den Kreisen auch in dieser Bauphase 550.000 Euro zur Verfügung. Seit 2008 unterstützte der Verband die Stadt- und Landkreise sowie ihre Projektpartner somit bereits mit gut 1,9 Millionen Euro.   

Zwei baden-württembergische Regionen befassen sich mit der Weiterentwicklung der Wohnungslosenhilfe: Die Stadt Stuttgart und der Landkreis Esslingen. Sie wollen Langzeitarbeitslose, die sich in besonderen sozialen Schwierigkeiten befinden und wohnungslos oder davon bedroht sind, besser fördern können. Die beiden Kreise möchten die Schnittstelle der Leistungen des Sozialgesetzbuches (SGB) II, SGB III und SGB XII verbessern, um Betroffene bei der Vermittlung in Arbeit und Beschäftigung zu unterstützen. Besonders erfreulich hierbei: Das Jobcenter Esslingen konnte als Kooperationspartner gewonnen werden.

Vier Kreise ergründen das Alter

Die Landkreise Böblingen, Esslingen, Konstanz und Ludwigsburg richten ihr Augenmerk auf Menschen mit Behinderungen im Seniorenalter. Immer dringlicher wurde es in den vergangenen Jahren, für diese Personengruppe die Regelangebote der Versorgung und Betreuung für Senioren zu erschließen. Bereits erprobte Versuche, betagte Frauen und Männer mit Behinderung in reguläre Freizeitangebote zu integrieren, zeigten den besonderen Bedarf auf: die Bereitschaft, die regulären Angebote zu öffnen, reicht allein nicht aus; Das Personal muss qualifiziert und reguläre Angebote müssen an die Bedürfnisse dieser Personengruppe angepasst werden. Die vier Projektkreise wollen nun Wege erproben, Regelangebote und die Ansprechpartner der Seniorenhilfe auch mit den Bedarfen der Menschen mit geistiger Behinderung im Alter vertraut zu machen - ganz im Sinne einer inklusiven und individuellen Versorgung.

Auch in der vierten Bausteinphase begleitet das Institut für angewandte Sozialwissenschaften (IfaS) an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart die Baustein-Projekte des KVJS.

Informationen: Clicken Sie hier