27.1.2016 Bad Boll

"Integration, Akzeptanz und gute Beispiele in der Arbeit mit Flüchtlingen"

Die aktuelle Zuwanderung von Flüchtlingen erfordert eine aktive und positive Gestaltung des Ankommens und des Zusammenlebens in unseren Städten und Gemeinden - und das unter derzeit sehr schwierigen und unvorhersehbaren Bedingungen. Der Aufbau "sorgender Gemeinschaften" in unseren Kommunen mit haupt- und ehrenamtlichen Strukturen gewinnt künftig eine ganz neue Bedeutung. Das Kommunale Managementverfahren BW hat mit dieser Veranstaltung gute Beispiele und Wege in der Arbeit mit Flüchtlingen aufgezeigt und einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch ermöglicht. Langjährige Erfahrung und wesentliches Know-how waren an einem Tag konzentriert abrufbar.

"Was wir brauchen sind gelingende Konzepte", so Andreas Reuter vom Kommunalverband für Jugend und Soziales in Stuttgart. " Es besteht sonst die Gefahr der Schuldzuweisung und diese bringt weder die Menschen noch die Kommunen weiter." Dr. Kamal Sido griff diese Aussagen in seinem Bericht über die aktuelle Lage in Syrien, Iran, Irak, Libanon und Türkei mit auf. Er berichtete von der Problematik des Sieges der einen Gruppierung, die die Niederlage der anderen automatisch in sich trägt und das alles auf dem Rücken der Zivilbevölkerung. Seiner Einschätzung nach liegt in der Verhandlung aller Parteien in Genf die einzige Möglichkeit in Richtung Waffenstillstand und Frieden zu kommen. Gleichzeitig zeigte sich in seinem Vortrag die Dauer und das Ausmaß der Problematik, die echte Zuversicht schwer aufkommen ließ.

Im Anschluss gab es in die Workshops die von Themen wie "Schule von Anfang an. Bildung als möglicher Schlüssel", über Sicherheitsaspekte, kommunale Gesamtkonzepte, rechtliche Grundlagen bis zu kommunikativen Ansätze zur Integration reichten.Mit Antworten zu vielen Fragen konnten die ca. 80 Teilnehmer den Nachhauseweg antreten. Große Teile der Arbeit stehen noch bevor. (ar)

Netzwerk der demografiesensiblen Kommunen

Neuausschreibung Managementverfahren 2016

Haben Sie vor, im kommenden Jahr die Themenschwerpunkte "Familien, Neubürger, Flüchtlinge" - "Älterwerden, Generationen, Ehrenamt" - "Daseinsvorsorge, Grundversorgung, Mobilität" zu bearbeiten? Dann könnte das Managementverfahren für Sie interessant sein. Ziel des Verfahrens ist es, ein wegweisendes kommunales Zukunftskonzept zu entwickeln, das gemeinsam von Gemeinderat, Verwaltung, örtlicher Wirtschaft und Bürgerschaft getragen und umgesetzt wird. Unterstützt wird das Verfahren durch eine 12-monatige professionelle Vor-Ort-Begleitung, die Sie auch durch Veranstaltungen zur Bürgerbeteiligung führt.

Im Netzwerk starker Partner
20 Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg haben das Kommunale Managementverfahren bereits erfolgreich absolviert und wurden kürzlich mit Qualitätssiegel und Zertifikat ausgezeichnet. Vor Ort entstehen derzeit Familien- und Mehrgenerationenhäuser, Bürgergemeinschaften und Generationennetzwerke, Projekte zur Neubürgerbegrüßung und Integration sowie Initiativen zur Belebung von Ortskernen und besseren Verkehrsanbindung. Die 20 Kommunen sowie die neu hinzukommenden Städte und Gemeinden arbeiten in einem landesweiten Netzwerk zusammen. Es werden mehrmals jährlich Arbeitstagungen und Exkursionen veranstaltet, zu denen Bürgermeister/-innen, Projektleitungen, Gemeinderäte und andere lokale Akteure eingeladen sind.

Kostenbeteiligung und Arbeitsaufwand
Für die 12-monatige professionelle Vor-Ort-Begleitung muss eine Kostenbeteiligung erhoben werden. Näheres erfahren Sie aus den beigefügten Anmeldeunterlagen. Der Arbeitsaufwand für die kommunale Projektleitung kann je nach Arbeitsphase und Größe der Kommune mit durchschnittlich 4 bis 12 Wochenstunden veranschlagt werden.

Bewerbungsfrist
Das Kommunale Managementverfahren kann 2016 für 10 Kommunen angeboten werden. Bewerben können sich alle Gemeinden und Städte sowie Verwaltungsgemeinschaften und andere Zusammenschlüsse benachbarter Kommunen aus Baden-Württemberg. Interessierte Kommunen bekunden ihr Interesse durch die fristgerechte Rücksendung des Antwortformulars. Das ausgefüllte und unterschriebene Antwortformular muss bis spätestens Montag, 1. Februar 2016 bei der FamilienForschung Baden-Württemberg, Geschäftsstelle Managementverfahren, Böblinger Straße 68, 70199 Stuttgart eingegangen sein.

Programmpartner
Das Kommunale Managementverfahren wird vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg gefördert und in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, dem Gemeindetag, Städtetag und Landkreistag Baden-Württemberg, dem Kommunalverband für Jugend und Soziales, der Akademie Ländlicher Raum sowie der FamilienForschung des Statistischen Landesamtes umgesetzt.

Anmeldung bitte über:

Franziska Haase
Geschäftsstelle Managementverfahren
FaFo Baden-Württemberg
Kontakt über Telefon: 07116412728
franziska.haase@stala.bwl.de

 

Zukunftswerkstatt Vereine in Bad Saulgau 17.10.15

Über 80 Teilnehmer machen sich Gedanken.

Exkursion "Mobilität und Innenentwicklung"

6. Arbeitstagung/Exkursion zum Managementverfahren mit AG’s Bürgerbus, Bürgernetzwerk, Generationentreff, Montag, 29. Juni 2015 in Bad Wildbad



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