Förderprogramme "Ausbildung Inklusiv" und "Arbeit Inklusiv"

Die Förderprogramme "Ausbildung Inklusiv" und "Arbeit Inklusiv"  gelten nun bis 31.12.2022.

Das Förderprogramm "Arbeit Inklusiv" wurde zudem an die Neuregelungen des Bundesteilhabegesetzes angepasst. So gibt es in diesem Förderprogramm nun auch Regelungen zum sogenannten "Budget für Arbeit". Das Budget für Arbeit bietet Menschen mit Behinderung, die berechtigt sind, in einer Werkstatt für behinderte Menschen zu arbeiten, eine alternative Beschäftigungsmöglichkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Arbeitgeber, die Interesse an den Förderprogrammen haben, wenden Sich an die örtlichen Integrationsfachdienste.

Die Förderprogramme im Überblick

Durch das KVJS-Förderprogramm "Ausbildung Inklusiv" können Arbeitgeber bis zu 10.000 Euro an Förderung erhalten, wenn sie schwerbehinderte junge Menschen mit Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot betrieblich vorbereiten und ausbilden. Es muss sich um eine reguläre Ausbildung nach der Ausbildungsordnung oder eine Ausbildung mit besonderen Regelungen für behinderte Auszubildende nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung handeln.
Art und Schwere der Behinderung bestimmen die Höhe der Förderung. Sie wird in monatlichen Raten bis zu 275 Euro ausbezahlt - zusätzlich zu gesetzlichen Leistungen - wie beispielsweise den Zuschüssen der Arbeitsagenturen zur Ausbildungsvergütung.
Auch "Maßnahmen zur Heranführung an die betriebliche Ausbildung" können gefördert werden. Ziel der Förderung ist die Übernahme in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis.
Die Agenturen für Arbeit unterstützen Arbeitgeber zudem bei der Klärung, ob ein Ausbildungsplatz an die Behinderung eines Auszubildenden angepasst werden muss. Wenn Anpassungen erforderlich sind, können auch diese finanziell gefördert werden. Durch das Förderprogramm wird auch die durchgehende berufliche Begleitung durch die Integrationsfachdienste sichergestellt.

Das Förderprogramm "Arbeit Inklusiv" bietet Arbeitgebern nachhaltige finanzielle Unterstützung, wenn sie Menschen mit einer wesentlichen Behinderung einstellen. Dabei handelt es sich um schwerbehinderte Menschen mit einem besonderen Unterstützungsbedarf. Das sind zum Beispiel Menschen, die bisher in einer Werkstatt für behinderte Menschen gearbeitet haben. Aber auch Abgänger aus Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (früher Sonderschule) mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung oder Lernen gehören zum Personenkreis. Denn nach individueller schulischer Vorbereitung durch die Berufsvorbereitende Einrichtung ( BVE ) und durch eine spezielle duale Ausbildung ( KoBV ) können auch diese Menschen oft auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten. Einschränkungen der Arbeitsleistung werden dem Arbeitgeber mit einer kombinierten Förderung der Agentur für Arbeit, des KVJS-Integrationsamts und der Träger der Eingliederungshilfe ausgeglichen.  Eine Förderzusage über fünf Jahre gibt dem Arbeitgeber Planungssicherheit.

Arbeitgeber, die wesentlich behinderte Menschen einstellen, können für ihr besonderes Engagement zusätzliche Inklusionsprämien bis insgesamt 6.000 Euro erhalten (maximal drei Inklusionsprämien von jährlich bis zu 2.000 €).Die Inklusionsprämien können Arbeitgeber auch bei Übernahme von Azubis erhalten, deren Ausbildungsverhältnis durch das Programm "Ausbildung Inklusiv" bereits gefördert wurde.o können auch Menschen mit einer wesentlichen Behinderung zum Unternehmenserfolg beitragen.

Neu im Förderprogramm sind die Regelungen zum sogenannten "Budget für Arbeit". Mit ihnen wird den gesetzlichen Änderungen durch das Bundesteilhabegesetz Rechnung getragen. Das Budget für Arbeit bietet Menschen mit Behinderung, die berechtigt sind, in einer Werkstatt für behinderte Menschen zu arbeiten, eine alternative Beschäftigungsmöglichkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Auch für diesen Personenkreis gibt es eine kombinierte Förderleistung. So stockt das KVJS-Integrationsamt Leistungen des Trägers der Eingliederungshilfe auf bis zu 70% des Arbeitsgeberbruttolohnes auf.

 

 

 

 

Ihr Kontakt zu uns

Berthold Deusch

Leiter Referat "Koordinierung der Integrationsfachdienste"

Telefon: 0721 8107-911