Sie bündelt bisher getrennte und nacheinander ablaufende Angebote der schulischen und beruflichen Bildung von Arbeitsagentur, Integrationsfachdienst, Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (früher Sonderschule genannt) und Werkstatt für behinderte Menschen.
Deren Leistungen werden nun parallel - also nebeneinander - erbracht.

Der Ablauf dieser dualen Ausbildung:

  • Die praktische Erprobung findet an drei Tagen in der Woche in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes statt.
  • Der berufsbezogene Unterricht erfolgt an einer regulären Berufsschule auf der Basis eines extra für KoBV entwickelten modularen Lehrplans. Auch der individuelle berufliche Bildungsbedarf der Schülerinnen und Schüler, wie er sich in der betrieblichen Praxis zeigt, wird konsequent aufgegriffen und unterstützt.
  • KoBV schließt in der Regel unmittelbar an die BVE an.  


KoBV bietet:

  • kontinuierliche Unterstützung durch die Integrationsfachdienste
  • Jobcoaching im Betrieb
  • sonderpädagogisch ausgerichteten Berufsschulunterricht
    Die Betreuung der Menschen mit Behinderung erfolgt durch ein Unterstützerteam.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an KoBV sind für die Dauer der Maßnahme auszubildende „Rehabilitanden“ und unterliegen der Berufsschulpflicht.

Fragen und Antworten zu KoBV

  • Absolventen aus der Berufsvorbereitenden Einrichtung ( BVE )
  • Absolventen aus SBBZ mit Förderschwerpunkt Lernen, die aufgrund ihrer Behinderung eine besondere Förderung benötigen, um berufliche Bildungsziele zu erreichen.
  • darüber berät die Berufswegekonferenz auf Basis des sogenannten Kompetenzinventars
  • Die Zuweisung zu KoBV erfolgt über die Agentur für Arbeit.
  • Die Agentur für Arbeit entscheidet auf Basis des Kompetenzinventars auch über Erfordernis zusätzlichen Jobcoachings.
  • Bildungsträger können zum Beispiel die Träger der Werkstätten für behinderte Menschen sein. Mit diesen schließen die Schulabgänger einen Vertrag über die Teilnahme an der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme.
  • Die Dauer der Maßnahme beträgt in der Regel 11 Monate und kann bei Bedarf auf 18 Monate verlängert werden.
  • Die Teilnehmenden erhalten ein monatliches Ausbildungsgeld.
  • Die Teilnehmenden sind während der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme sozialversichert.
  • Die notwendigen Fahrtkosten werden von der Agentur für Arbeit übernommen.
  • Die berufliche Vorbereitung erfolgt in der Regel in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes.
  • Die Teilnehmer werden rechtlich wie Auszubildende im Dualen System behandelt. 
  • Während der Maßnahme muss die Berufsschule besucht werden.

Um jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer kümmert sich ein individuelles Unterstützungsteam.

Dieses Team besteht aus

  • einem Mitarbeiter des örtlichen Integrationsfachdienstes (IFD),
  • einem Jobcoach von der regional zuständigen Werkstätte für behinderte Menschen (WfbM)
  • Lehrkräften mit sonderpädagogischer und berufsschulischer Kompetenz

Das Team trifft sich regelmäßig mit den KoBV -Teilnehmern. Dabei wird die aktuelle Entwicklung in der Berufsschule und im Betrieb besprochen. So kann schnell auf den aktuellen Bedarf reagiert werden.

Ihr Kontakt zu uns

Berthold Deusch

Leiter Referat "Koordinierung der Integrationsfachdienste"

Telefon: 0721 8107-911