Aktuelles aus dem Inklusions- und Integrationsamt

Fachtag für Inklusionsunternehmen 2026

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Die Teilnehmenden des Fachtages folgen dem Vortrag von Androniki Petsos, Leiterin des Inklusions- und Integrationsamtes.
© KVJS

Am 21. Oktober 2026 lud das Inklusions- und Integrationsamt Vertreterinnen und Vertreter der 92 Inklusionsunternehmen in Baden-Württemberg ein. Die Veranstaltung diente als Netz-werktreffen und Ort des Austauschs zwischen den Inklusionsunternehmen, um so die berufli-che Inklusion voranzutreiben und zu festigen.

Fach- und Informationsbeiträge

Am Vormittag informierte Androniki Petsos, Leiterin des Inklusions- und Integrationsamtes, über die Einführung der vierten Stufe der Ausgleichsabgabe und die daraus resultierende Bedeutung für die Förderung von beruflicher Inklusion. Anschließend berichteten Volker Braun und Sebastian Kern, Vertreter der Landesarbeitsgemeinschaft der Inklusionsfirmen (LAG IF), über ihre Arbeit und die aktuelle wirtschaftliche Situation der vertretenen Inklusi-onsunternehmen in Baden-Württemberg. Steigende Ausgaben bei Personal- und Ressour-cenkosten, notwendige Investitionen und ein schwächelnder Absatzmarkt forderten die Un-ternehmen in den letzten Monaten stark. In diesem Zusammenhang stellten sie auch Forde-rungen vor, die an das Inklusionsamt formuliert wurden. Der Leiter des zuständigen Referats Bernhard Pflaum ging auf die vorgetragenen Anliegen ein, beantwortete Fragen der Teilneh-menden und stand für einen offenen Austausch zur Verfügung. Auch informierte er über die geplante Umstellung bei laufenden Leistungen. Hier sollen die Prozesse vereinfacht und digi-talisiert werden.

Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt

Einen besonderen Mehrwert bot der Austausch in den Erfahrungsgruppen am Nachmittag. Die Teilnehmenden diskutierten aktuelle Herausforderungen aus ihrem Arbeitsalltag und tauschten Erfahrungen sowie bewährte Lösungsansätze aus. Im Mittelpunkt standen dabei die Auswirkungen der aktuellen wirtschaftlichen Situation, Unterstützungsmöglichkeiten für Mitarbeitende mit Behinderung, der Umgang mit Leistungseinbußen im Alter sowie Fragen zu Fortbildung, Antragstellungen und weiteren formalen Verfahren.

Die Gespräche machten deutlich, dass viele Betriebe vor ähnlichen Fragestellungen stehen, die Auswirkungen jedoch je nach Unternehmensgröße und vorhandenen Ressourcen sehr unterschiedlich ausfallen. Gleichzeitig wurde der Wunsch nach mehr Informationen, einem besseren Informationsfluss und einer stärkeren Vernetzung sichtbar. Insbesondere zu Unter-stützungsangeboten, Fördermöglichkeiten und den Leistungen von Anlaufstellen wie dem In-tegrationsfachdienst (IFD) bestand großes Interesse.

Der offene Erfahrungsaustausch ermöglichte es den Teilnehmenden, voneinander zu lernen, neue Perspektiven zu gewinnen und wertvolle Impulse für die betriebliche Praxis mitzuneh-men. Damit leisteten die Gesprächsrunden einen wichtigen Beitrag zum Wissenstransfer und zur gegenseitigen Unterstützung der Betriebe.