Forschungsvorhaben zum Wohnen von Menschen mit seelischer Behinderung

Arbeitstreffen der Leitungen und Koordinatoren der Projekte WieWohnen-BW / -NRW / -MV mit Vertreterinnen und Vertretern von Städte- und Landkreistag und KVJS am 10.04.2018 in Stuttgart. Foto: Holzwarth

Bundesweites Arbeitstreffen beim KVJS

Vor einem Jahr startete das KVJS-Forschungsvorhaben zur „Wirksamkeit verschiedener Formen des unterstützten Wohnens für Menschen mit seelischer Behinderung im Rahmen der Eingliederungshilfe in Baden-Württemberg“ (WieWohnen-BW). In Kooperation mit Professor Tilman Steinert von der Universität Ulm setzt der KVJS das Vorhaben in vier Stadt- und Landkreisen um. Auch in Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern finden breit angelegte Untersuchungen zur Wirksamkeit von Maßnahmen der Eingliederungshilfe statt, die auf denselben Instrumenten beruhen.

Am 10. April richtete der KVJS daher ein bundesweites Arbeitstreffen in Stuttgart aus und ermöglichte einen Erfahrungsaustausch der Projektleitungen und Koordinatoren zum Umsetzungsstand in den drei Bundesländern. Beteiligt daran waren zudem Vertreterinnen von Städte- und Landkreistag, mit welchen der KVJS derzeit gemeinsam die fünfte Auflage der landesweiten „Dokumentation Gemeindepsychiatrischer Verbund“ vorbereitet. In dieser Dokumentation wurde zuletzt erstmals die Anzahl der geschlossenen Plätze nach Paragraph 1906 Bürgerliches Gesetzbuch für Baden-Württemberg ausgewiesen. Vor diesem Hintergrund wurde der Austausch auch auf das Projekt „ZIPHER – Zwangsmaßnahmen im Psychiatrischen Hilfesystem“ ausgeweitet. Hier stellte Professor Ingmar Steinhart vom Institut für Sozialpsychiatrie (Greifswald) erste Ergebnisse zum Teilprojekt „Menschen in Heimen“ vor. Als Vorstand der Stiftung Bethel ist Steinhart zugleich wichtiger Kooperationspartner in Nordrhein-Westfalen für das KVJS-Forschungsvorhaben.

Zusätzlich zur Untersuchung der spezifischen Verhältnisse in Baden-Württemberg durch das KVJS-Forschungsvorhaben sowie die GPV-Dokumentation, eröffnet diese Kooperation die Einbindung in einen bundesweiten Forschungskontext. Sie trägt damit zu einer noch differenzierteren Beschreibung aktueller Standards von Wohnleistungen bei. Eine Folgeveranstaltung ist für Anfang 2019 in Dortmund vorgesehen.


Weitere Informationen zum KVJS-Forschungsvorhaben finden Sie hier.