Umsetzung von § 8a SGB VIII (Schutzauftrag) in Baden-Württemberg

Forschungsauftrag und Umsetzung

Das Forschungsinteresse galt der Frage, wie die gesetzlichen Regelungen zum Schutzauftrag seit 2005 in die Praxis umgesetzt wurden.

Das Forschungsvorhaben war zweischichtig angelegt. Wo die empirischen Zugänge es erlaubten, wurde der Sachstand erhoben und unter fachlichen und rechtlichen Gesichtspunkten analysiert. Dies betraf den Stand der vorgeschriebenen Vereinbarungen der Jugendämter mit den freien Trägern, die Analyse der Handlungsstandards der Jugendämter für den Umgang mit Gefährdungsmeldungen und die Inanspruchnahme der Beratung durch insoweit erfahrene Fachkräfte. Lediglich im Sinne einer Voruntersuchung in Verbindung mit einer Machbarkeitsstudie konnte der Frage nachgegangen werden, wie sich die Fallzahlen bei Kindeswohlgefährdungen bislang entwickelt haben.

Forschungsergebnisse

Die Vereinbarungen der Jugendämter mit den Trägern basieren weitgehend auf den Musterformulierungen des KVJS-Landesjugendamts. Die Forscherinnen machen Vorschläge für die Weiterentwicklung der Vereinbarungen und regen an, darüber hinaus freiwillige Vereinbarungen mit Trägern abzuschließen.

Die meisten insoweit erfahrenen Fachkräfte (ieF) haben überwiegend langjährige Berufserfahrung und bewältigen die Zahl der an sie heran getragenen Anfragen. Die Forscherinnen schlagen vor, die ieF noch mehr durch methodenbezogene Fortbildung, Supervision und Austausch über anonymisierte Fallverläufe zu unterstützen.

Die fachlichen Leitlinien der Jugendämter für den Umgang mit Gefährdungsmeldungen wurden weithin selbst entwickelt und es wurde viel Fachverstand investiert. Die Forscherinnen geben Anregungen hinsichtlich der Weiterentwicklung dieser Handlungsstandards.

Projektpartner

Hochschule Esslingen

Projektleitung Wissenschaft

Prof. Dr. Christine Köckeritz, Hochschule Esslingen

Projektleitung Praxis

Dipl.-Päd. Werner Miehle-Fregin, KVJS-Landesjugendamt

Ihre Ansprechpartner beim KVJS

Stephanie Alter-Betz

Telefon: 0711 6375-434

Olaf Hillegaart

Telefon: 0711 6375-437

Laufzeit

März 2011 bis August 2011

Projektbeschreibung

Abschlussbericht

Kurzfassung PDF-Datei

Ausführliche Fassung PDF-Datei

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auf einen Blick: Projekt-Flyer