Zwischen Eiertanz und Drehtür – Jugendliche mit Borderline und posttraumatischen Störungen

Zielgruppe

Fachkräfte in Einrichtungen der Jugendhilfe

Ziele und Inhalte

Traumatisierte Jugendliche zeigen schwere Beeinträchtigungen in der Beziehung zu anderen Menschen. Dies fordert ihre Betreuer/-innen oftmals stark heraus und kann an die Grenzen des pädagogischen Handelns und der Belastbarkeit führen. Konflikte, Frustrationen oder Überforderungen können bei den betroffenen jungen Menschen selbst- und fremdschädigendes Verhalten auslösen. Tiefgreifende Bindungsstörungen erschweren dabei das Sich-einlassen auf pädagogische Interventionen der professionellen Helfer/-innen. Nicht selten scheint die Unterbringung in kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken der letzte Ausweg in der Krise zu sein, der sich zudem oft als sogenannte Drehtür erweist. Unterbringungen in der Klinik belasten die Beziehungsebene erheblich und können den Erfolg der Jugendhilfemaßnahme gefährden.

Dieses Seminar soll Wirkzusammenhänge zwischen den Folgen von Traumatisierung und den sich daraus ergebenden Kontaktbesonderheiten der Jugendlichen deutlich machen. Es werden Interaktionsstrategien erarbeitet, welche die Beziehungskontinuität sichern, unkontrollierbare Eskalationen vermeiden helfen und Alternativen zu den Unterbringungen in kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken ermöglichen.
Der erste Seminarteil vermittelt theoretische Grundlagen:
- Folgen der Traumatisierung auf die Gehirnreifung, Bindungsentwicklung und daraus resultierende Persönlichkeitszustände bei der Borderlinestörung
- Kontaktbesonderheiten durch den Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt und aufgrund einer misstrauischen Grundhaltung und Dissoziationsneigung
- Spaltung als Überlebensstrategie und Verhindern von Flashbacks als Kern der Borderlinestörung
- Reaktionen auf Triggersituationen
Im zweiten Teil werden bewährte/erfolgreiche Interaktions- und Verhaltenstrategien erarbeitet:
- Sichern der Beziehungskontinuität
- Vermeidung von Triggersituationen und unkontrollierbaren Eskalationen
- Interventionsoptionen im Umgang mit gewalttätigen/suizidalen Krisen
- Krisenbewältigung als zentrales Element des Beziehungsprozesses
- Alternativen zur Unterbringung in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik

Die Teilnehmer/-innen erhalten die Gelegenheit, eigene Erfahrungen im Rahmen von konkreten Fallbeispielen einzubringen.


Die Veranstaltungs-Informationen

Verfügbarkeit:
Nur noch wenige Plätze verfügbar (oranger Daumen in der Mitte)
Veranstaltungsnummer:
14-4-EHSD13-1
Zeit und Ort:
19.05.2014 - 20.05.2014
Tagungszentrum Gültstein
Preis:
Mit Übernachtung   232,00 €
Ohne Übernachtung   182,50 €
Maximale Teilnehmeranzahl:
15 – 25
Referent/in:
Dr. Michael Hipp, Hilden
Fachliche Auskünfte:
Michael Riehle
Tel. 0711/6375-489
E-Mail >>
Organisatorische Auskünfte:
Tel. 0711 6375-610
Fax 0711 6375-125
Mo-Do 9-12, 13-16:30 Uhr
Fr 9-12 Uhr
E-Mail schreiben >>
Veranstaltungsbeschreibung als PDF:
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