Schulsozialarbeit an Grundschulen erfolgreich gestalten

Grundlagen, Kooperationen und Methoden

Zielgruppe

Fachkräfte der Schulsozialarbeit/Jugendsozialarbeit an Grundschulen

Ziele und Inhalte

Aufgrund des flächendeckenden Ausbaus der Schulsozialarbeit sind inzwischen viele Fachkräfte an (Ganztags-)Grundschulen tätig und es zeigt sich, dass sich die Arbeit dort unterscheidet und eigene Zugänge sowie Ansätze erfordert.
In drei themenspezifischen Modulen werden grundlegende Zugänge, Kooperationen und Methoden für die Arbeit von Fachkräften der Schulsozialarbeit an Grundschulen vermittelt und erarbeitet. Die Module zielen auf die Unterstützung zur Entwicklung eines eigenständigen Profils sowie einer eigenständigen Konzeption für die Schulsozialarbeit an Grundschulen.

Modul 1
Spezifische Anforderungen der Schulsozialarbeit an Grundschulen:

Im ersten Modul werden die Besonderheiten des Systems Grundschule mit dem Auftrag und den Prinzipien der Kinder- und Jugendhilfe sowie mit den Aufgaben der Schulsozialarbeit verknüpft.
Es findet eine Auseinandersetzung mit den spezifischen Anforderungen der Schulsozialarbeit an Grundschulen statt, beispielsweise:
- mit der heterogenen Zielgruppe der Kinder mit ihren entwicklungsspezifischen und vielfältigen Bedürfnissen,
- der Betroffenheit von Kindern und deren Familien durch risikoreiche Lebenslagen,
- bis hin zum Arbeiten im System Grundschule.

Im ersten Block des Moduls wird erarbeitet, wie:
- Kooperationen mit Schulleitungen, Lehrkräften und anderen pädagogischen Fachkräften an (Ganztags-)Grundschulen zum Wohle der Kinder gut gelingen,
- Aufträge und Zuständigkeiten geklärt werden,
- die Bedarfsermittlung für den Einzelkontakt und wie der Zugang zur Schulsozialarbeit gestaltet werden können.

Der Arbeit mit der Zielgruppe der Eltern kommt an Grundschulen eine wesentliche Rolle zu. Deshalb wird im zweiten Block des Moduls thematisiert:
- welche Elternrechte in welcher Form zu berücksichtigen sind,
- wie die Kooperation mit Eltern gut gelingen kann,
- welche Kooperationen und Netzwerkarbeit innerhalb des Jugendhilfenetzes und Sozialraumes sinnvoll und hilfreich sind.
Dabei wird auch ein Blick auf interessante „Best-Practice-Beispiele“ zur Inspiration geworfen.
Durch diesen gründlichen Blick auf die eigene Rolle in einem speziellen Feld unterschiedlicher Akteurinnen und Akteuren und Interessenlagen, wird das Selbstverständnis und Standing der Fachkräfte gefestigt.

Modul 2
Soziales Lernen in Gruppen, Klassen und Projekten an Grundschulen:

Das zweite Modul zielt auf die Stärkung der Kompetenz, soziales Lernen in Gruppen, Klassen und Projekten an (Ganztags-)Grundschulen zu entwickeln, durchzuführen und konzeptionell zu verankern.

Dazu wird erarbeitet, welche Basiskompetenzen dem sozialen Lernen im Grundschulalter zugrunde liegen und wie diese gefördert werden können. Methoden in unterschiedlicher Ausrichtungen werden vorgestellt, aus:
- der Stärkenorientierung,
- der Resilienz- und Gesundheitsförderung,
- der Stressprävention und Naturpädagogik,
- und auch Methoden zur Intervention in schwierigen Klassen- und Gruppensituationen, zum Beispiel bei Konflikten oder Mobbing.
Einige dieser Methoden werden mit dem Ziel erprobt, dadurch das eigene methodische Alltagsrepertoire um kreative und spielerische Varianten speziell für den Grundschulbereich zu erweitern. Im Transfer zur eigenen Schulsituation kann reflektiert werden, wann und wie diese Methoden sinnvoll eingesetzt werden können, um förderliche Prozesse bei Einzelnen, in Gruppen und Klassen anzuregen.

Modul 3
Einzelfallarbeit mit Kindern und Eltern an Grundschulen:

Das dritte Modul zielt auf die Vertiefung der Kompetenz, Kinder altersgemäß anzusprechen und zu begleiten. In diesem Modul werden spielerische und beiläufige Möglichkeiten der Kommunikation vorgestellt, durch die ein unmittelbarer Zugang zum Kind und zur kindlichen Weltsicht sowie zu den Potentialen des Kindes ermöglicht wird. Dadurch werden die Eigenwahrnehmung, Mitteilungsfähigkeit und
Selbstwirksamkeitserfahrungen des Kindes gestärkt.

Des Weiteren

Methoden

Theoretische Impulse und interaktive sowie praktische Erarbeitungen, Gesprächsübungen mit kreativen Methoden, Austausch, Rollenspiele, Best-Practice-Beispiele, Gruppenarbeit, Reflexion eigener Praxisthemen

Hinweise

Die Module können einzeln gebucht und besucht werden. Eine Teilnahme an allen drei Modulen wird zur Entwicklung eines eigenen oder neuen Konzeptes für die Schulsozialarbeit an Grundschulen empfohlen.


Die Veranstaltungs-Informationen

Verfügbarkeit:
ausgebucht (roter Daumen nach unten)
Veranstaltungsnummer:
18-4-SSA7-1
Zeit und Ort:
08.11.2018 - 09.11.2018
Ev. Akademie Bad Boll
Preis:
Mit Übernachtung   245,50 €
Ohne Übernachtung   192,00 €
Maximale Teilnehmeranzahl:
16 – 22
Referent/in:
Andrea Ebel, Villingen-Schwenningen
Heidemarie Korthaus, Freiburg
Fachliche Auskünfte:
Claudio De Bartolo
Tel. 0711/6375-569
E-Mail >>
Organisatorische Auskünfte:
Tel. 0711 6375-610
Fax 0711 6375-125
Mo-Do 9-12, 13-16:30 Uhr
Fr 9-12 Uhr
E-Mail schreiben >>
Veranstaltungsbeschreibung als PDF:
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