Kinder aus Flüchtlingsfamilien und unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA)

Foto: Martin Albermann

Arbeitshilfe UMA

Handlungsempfehlungen der BAGLJÄ (Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter) zum Umgang mit unbegleiteten Minderjährigen Verteilungsverfahren, Maßnahmen der Jugendhilfe und Clearingverfahren

Unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA)

Seit 01.11.2015 sind rund 5.000 unbegleitete ausländische Kinder- und Jugendliche (UMA) zusätzlich zu den zirka 4.000 in Baden-Württemberg lebenden UMA angekommen und aufgenommen worden. Diese hohe Zahl an Kindern und Jugendlichen, die in Obhut genommen werden mussten, erforderte eine Erweiterung der Qualitätsstandards bei der Betriebserlaubnis zur Versorgung und Betreuung von jungen Flüchtlingen. Handlungsleitender Gedanke/Ziel war es, insbesondere auch bei der Unterbringung von UMA die geltenden Anforderungen der Kinder- und Jugendhilfe zu wahren, zugleich aber Möglichkeiten für flexible und bedarfsgerechte Unterbringungs-, Versorgungs- und Betreuungskonzepte aufzuzeigen.

Die erweiterten Aspekte sind in dem Eckpunktepapier beschrieben:

"Betriebserlaubnis bei Angeboten für UMA"
• Anlage 1 (Schreiben 15.02.2016)
Anlage 2 (Eckpunktepapier 19.01.2016)
Anlage 3 (RS 33-2016,15.12.2016)
Anlage 4 (Schreiben SM 6.12.2016)

Das Eckpunktepapier wurde vom Sozialministerium und dem KVJS-Landesjugendamt erarbeitet und mit den Kommunalen Landesverbänden und der Liga der freien Wohlfahrtspflege abgestimmt. Das Eckpunktepapier ist nur für Angebotsformen (der stationären Jugendhilfe) gültig, in welchen ausschließlich UMA als Zielgruppe betreut und untergebracht werden. Es wurde am 18.02.2016 veröffentlicht, inzwischen zweimal verlängert und ist gültig bis 31.12.2017

 

 

Betriebserlaubnisverfahren für stationäre Wohnformen

Das KVJS-Landesjugendamt erteilt für Einrichtungen, in denen Kinder oder Jugendliche ganztägig betreut werden, eine Betriebserlaubnis. Sinn und Zweck der Betriebserlaubnis ist die Sicherung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen. Über diese Schutzfunktion hinaus hat das KVJS-Landesjugendamt auch die Aufgabe, die Träger von Einrichtungen während der Planung und Betriebsführung zu beraten. Auch für Einrichtungen und Wohnformen für unbegleitete minderjährige ausländische Kinder und Jugendliche im Rahmen der Inobhutnahme sowie für Anschlusshilfen ist eine Betriebserlaubnis erforderlich.

 

Das Betriebserlaubnis-Verfahren wird im Referat 43 „Hilfen zur Erziehung und Wohnheime, Betriebserlaubnis, Beratung und Aufsicht, Jugendberufshilfe“ durchgeführt.

Ansprechpersonen für Fragen zur Betriebserlaubnis

UMA-Fachtag 2017

"Neue Herausforderungen und veränderte Ansprüche an die Kinder- und Jugendhilfe durch die pädagogische Arbeit mit Unbegleiteten minderjährigen Ausländern (UMA)?" am 24.05.2017 im Geno-Haus, Stuttgart.

Weitere Informationen finden Sie hier.