Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche, die seelisch behindert sind oder von einer solchen Behinderung bedroht sind, haben Anspruch auf Eingliederungshilfe. Das KVJS-Landesjugendamt unterstützt die Jugendämter vor Ort bei der Umsetzung dieser Aufgabe.

Definition der (drohenden) Behinderung:

„Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als 6 Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn Beeinträchtigung zu erwarten ist. (KVJS:Dezerantsübergreifende Arbeitsgruppe zur Eingliederungshilfe)

Die Bewertung orientiert sich dabei an der Teilhabefähigkeit des Menschen (Partizipationsmodell), und nicht an seinen Defiziten.

Hier finden Sie die relevanten gesetzlichen Grundlagen,Arbeitshilfen, Links und Rechtsprechung:

Gesetzliche Grundlagen

Arbeitshilfen

Links

Rechtsprechung

Ihr Kontakt zu uns

Urteil zur Abgrenzung Jugendhilfe/ Eingliederungshilfe

Tatbestand: 1
Die Beteiligten streiten, ob die Beklagte Kosten für die Unterbringung der Klägerin in der Mutter-Kind-Einrichtung H-Heim in C tragen muss.

LSG NRW (2007, noch nicht rechtskräftig)

 

Bundesverfasssungsgerichts-Urteil zur Eingliederungshilfe

Nach § 35a SGB VIII besteht ein Anspruch gegen den Jugendhilfeträger auf Erstattung von Kosten für Fahrt und Begleitung zu ambulanter therapeutischer Behandlung als Annexkosten (Kosten, die im Zusammenhang mit einer gesetzlichen Leistung eines anderen Kostenträgers entstehen) auch dann, wenn die gesetzliche Krankenversicherung nur noch die Behandlungskosten selbst zu tragen hat.

Urteil §35a SGB VIII


Ablehnung von Eingliederungshilfe

Ablehnung von Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII bei Legasthenie - Urteil des Verwaltungsgerichts Sigmaringen vom 21.07.2005