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Dr. Joachim Fiebig

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Berichterstattung Kindertagesbetreuung in Baden-Württemberg

Die Berichterstattung zu Bestand und Struktur der Kindertagesbetreuung in Baden-Württemberg wirft in jährlichem Turnus den Blick auf Zahlen und Daten zur Kindertagesbetreuung. Es werden einerseits aktuelle Verhältnisse zum jeweiligen Stichtag 01.03. und andererseits zentrale Entwicklungen seit der ersten Berichterstattung im Jahr 2005 analysiert.

Die Stichtagsdaten werden vom KVJS-Landesjugendamt im Zusammenhang mit der Meldepflicht nach § 47 SGB VIII bei allen Trägern der Kindertageseinrichtungen unter deren Einbindung jährlich selbst erhoben. Die dabei zu über 90 Prozent mit der Melde-, Statistik- und Planungssoftware Kita-Data-Webhouse (KDW) erhobenen Merkmale, unterscheiden sich teils deutlich von den im Rahmen der amtlichen Jugendhilfestatistik (§§ 98 ff. SGB VIII) erhobenen Daten, weshalb mit diesen weitergehende Analysen möglich sind.

Die einzelnen Jahresberichte des KVJS-LJA kennzeichnen sich dadurch, dass ein Großteil der Analysen Jahr für Jahr nach demselben Muster durchgeführt wird. Damit werden Trends, Brüche, Kontinuitäten und Wandel verschiedener Charakteristika der Kindertagesbetreuung in Baden-Württemberg veranschaulicht. Zudem erlauben kreisvergleichende Untersuchungen ein differenzierteres Bild u. a. mit Blick auf Unterschiede in Stadt- und Landkreisen zu zeichnen und somit Standortbestimmungen zu einzelnen Stadt- und Landkreisen vorzunehmen. Ergänzend fällt der Blick episodenhaft auf wechselnde Bereiche, ohne dass diese zwingend Bestandteil der Regelauswertungen werden.

Hier können Sie den aktuellen Kita-Bericht herunterladen:

KVJS-Berichterstattung. Bestand und Struktur der Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg, Stichtag 1.3.2017

Der Ausbau der Kindertagesbetreuung in Baden-Württemberg schreitet weiter voran. Zum 1. März 2017 gab es im Land 8.784 Einrichtungen. Das sind 55 Einrichtungen (+0,6 %) mehr als noch im Vorjahr. In diesen wurden insgesamt 423.496 Kinder betreut. Im Vorjahr waren es noch 413.094 Kinder.

Die genehmigten Plätze in den Einrichtungen befinden sich zu 44,3 Prozent in kommunaler Trägerschaft. 25,4 Prozent der Plätze sind in katholischer, 17,4 Prozent in evangelischer Trägerschaft. In Einrichtungen von privaten Anbietern befinden sich 12,9 Prozent der genehmigten Plätze. 2005 waren es nur 6,7 Prozent. Bei den kirchlichen Trägern waren es jeweils rund 3 Prozentpunkte mehr.

Gegenüber dem Jahr 2005 werden im 2017 in Baden-Württemberg von den Kindern unter drei Jahren gut siebenmal mehr Kinder betreut (2005 3,9% gegenüber 2017 28,6%). Mit dieser Betreuungsquote liegt Baden-Württemberg etwas unter dem Durchschnitt der westdeutschen Bundesländer (28,8%). Der gesamtdeutsche Durchschnitt ist noch etwas höher (33,1% - beide Zahlen Destatis.de / Kindertagesbetreuung).

Hier finden Sie das Archiv der Kita-Berichte ab dem Stichtag 15.01.2005.

EDV-Programm „Kita-Data-Webhouse“ (KDW)

Kindertageseinrichtungen müssen nach § 47 SGB VIII eine jährliche Meldung abgeben. Dazu haben das KVJS-Landesjugendamt und die vier kirchlichen Trägerverbände in Baden-Württemberg gemeinsam ein zentrales internetbasiertes EDV-Programm entwickelt. Dieses moderne und kundenfreundliche Programm erleichtert den Trägern die Erfüllung der Meldepflicht

Das Programm heißt "Kita-Data-Webhouse" oder kurz KDW (www.kitaweb-bw.de). Es umfasst viele Angaben zu Trägern, zu Einrichtungen, zum Personal in den Einrichtungen, zu den Kinderbetreuungsgruppen sowie zu der aktuellen Belegung der vorhandenen Plätze mit Kindern zu einem Stichtag.

Es verfügt auch über Auswertungsprogramme. Diese Programme erzeugen automatisch Listen mit Informationen. Mit diesen Informationen können Aussagen zur Gesamtsituation im Bereich der Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg, aber auch in einzelnen Gemeinden, Städten und Landkreisen gemacht werden. Das ist vor allem für eine Bestandserhebung wichtig, die für die Planung von Kindertagesbetreuungsplätzen benötigt wird.

Aber das Programm kann noch mehr. Mit ihm kann gleichzeitig auch die amtliche Jugendhilfestatistik abgegeben werden. Diese wird für die Zuweisungen durch das Finanzausgleichsgesetz an die Gemeinden benötigt. Wenn alle Einrichtungen einer Kommune KDW nutzen, hat das große Vorteile. Die Kommunen sind dann frühzeitig über die im Rahmen der Jugendhilfestatistik abgegebenen Daten informiert.