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Ulrike Gfrörer

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Kerstin Illg

Finanzielle Förderung Modellvorhaben

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Fachtage zu Ergebnissen der Modellvorhaben

Eine Kita für alle - Auf dem Weg zur Inklusion am 20.10.2017

Flyer und Anmeldung

Hilfen vernetzen - Abschlusstagung Modellprojekt BUS am 9.11.2017...mehr....

Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe

Gesellschaftliche Herausforderungen und Lebenslagen von Kindern, Jugendlichen und Familien ändern sich stetig. Die Kinder- und Jugendhilfe muss mit innovativen Ideen und Ansätzen darauf reagieren, um nachhaltig effektive Hilfen anzubieten. Die Ergebnisse der Modellvorhaben werden über Fachtage oder Veröffentlichungen landesweit transferiert, sind Gegenstand der Diskussion in Fachforen. Sie leisten somit ihren Beitrag zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe.

Neben der fachlichen Notwendigkeit ist die Förderung von Modellvorhaben auch gesetzlicher Auftrag nach § 85 (2) 4 SGB VIII.

Die Modellvorhaben in der Kinder- und Jugendhilfe müssen folgende Kriterien erfüllen:

  • Innovation, ein neuer Ansatz in der Kinder- und Jugendhilfe wird entwickelt/erprobt,
  • Konzeption und Projektmanagement sind stringent angelegt,
  • Ein fachlich adäquates, auch überregional zu transferierendes Ergebnis ist zu erwarten,
  • eine (Selbst)-Evaluation ist in der Projektkonzeption enthalten.

Die aktuellen Förderschwerpunkte

Inklusives Aufwachsen und lebenslanges gemeinsames Lernen von Menschen mit und ohne Handicap soll zur Selbstverständlichkeit werden. Inklusion meint aber mehr: bei Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe ist die Vielfalt und Heterogenität der jungen Menschen im Sinne einer Diversity-Orientierung konsequent zu berücksichtigen. Barrieren sollen abgebaut und Vielfalt als Chance für die Gesellschaft begriffen werden. Hierfür müssen Veränderungsmöglichkeiten bisheriger Strukturen ausgelotet und praktisch erprobt werden. Gefördert werden Vorhaben, die das Ziel haben, Teilhabechancen zu erkennen, Barrieren abzubauen und neue ressortübergreifende Ansätze zu erproben. Insbesondere werden Vorhaben gefördert, die das Zusammenwirken von Jugendhilfe und Schule im Kontext einer inklusiven Bildung im Sozialraum weiterentwickeln.  

Armut schlägt unmittelbar auf die Chancengleichheit und Teilhabechancen von jungen Menschen Kindern durch und bedeutet meist einen Mangel an Entwicklungschancen. Es sollen Handlungsansätze entwickelt und erprobt werden, die erschwerte Lebenslagen und damit einhergehende Exklusionsrisiken von jungen Volljährigen in den Blick nehmen und den Aufbau einer nachhaltigen Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Grundsicherung befördern. Der Fokus liegt dabei auf Konzeptentwicklungen für von Wohnungslosigkeit bedrohte junge Frauen und Männer sowie auf innovativen Ansätzen für junge Frauen und Männer mit Jugendhilfeerfahrung (Care Leaver). Die Vorhaben sollen zum Ziel haben, biografische Brucherfahrungen zu verringern und lebensphasenspezifische Übergänge zu verbessern.

Demokratiebildung, politische Bildung und Aktivierung im Sozialraum sind von zentraler gesellschaftlicher Bedeutung. Diese Aspekte gilt es in den Angeboten der Erziehungshilfen, Jugendsozialarbeit und Jugendarbeit zu stärken und weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt sollen dabei die Themen und Anliegen junger Menschen stehen, in denen sich vielfältige politische Themen widerspiegeln.

In den Modellvorhaben sollen neue, innovative Herangehensweisen gemeinsam mit Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen entwickelt, erprobt und evaluiert werden. Zielsetzung ist es, das Demokratieverständnis zu fördern und junge Menschen zur Übernahme von gesellschaftlicher und politischer Verantwortung zu befähigen sowie insgesamt die Beteiligung junger Menschen in der Kinder- und Jugendhilfe zu stärken. Insbesondere sollen auch junge Menschen mit Teilhabehemmnissen in die Modellvorhaben mit einbezogen werden

Auf dem Hintergrund der derzeit großen gesellschaftlichen Herausforderung entstehen auf allen Feldern der Kinder- und Jugendhilfe neue Fragestellungen. Es ist notwendig Kinder, Jugendliche und Familien mit Fluchterfahrungen frühzeitig, bedarfsgerecht und mit adäquaten Hilfen und Methoden zu unterstützen. Deshalb sollen Vorhaben gefördert werden, die bestehende Angebote und Methoden bedarfsgerecht für die Zielgruppe weiterentwickeln, neue Hilfeansätze konzipieren und diese modellhaft erproben. Dabei sollen die Modellvorhaben auf eine frühe und nachhaltige gesellschaftliche Einbindung zielen, soziale Teilhabe erleichtern und die Integration in Kindertagesbetreuung sowie schulische und berufliche Bildung fördern. 

Modellvorhaben 2013

Der Landesjugendhilfeausschuss hat am 16. Juli 2013 entschieden, sechs Konzepte als Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Jugendhilfe in Baden-Württemberg zu fördern. Dafür stehen insgesamt 204 000 Euro zu Verfügung. Zum Herbst 2013 begannen fünf mehrjährige Vorhaben, von denen überregional nutzbare Erkenntnisse erwartet werden. 

 

Inklusive Sozialräumliche Kinder- und Jugendarbeit
Träger: KJA Breisgau Hochschwarzwald

Dieses Modellvorhaben setzt in den Gemeinden Bötzingen, Heitersheim und Müllheim an. Gelingende Faktoren für eine inklusive sozialräumliche Kinder- und Jugendarbeit werden identifiziert sowie übertragbare Beispiele für inklusive sozialräumliche Kinder- und Jugendarbeit erprobt und dargestellt. Die Gesamtleitung liegt  beim Jugendhilfeplaner im Kreisjugendamt.

Ansprechperson:
Bernd Pflüger, Bernd.Pflueger(a)lkbh.de, 0761 / 2187 2510

Gemeinsam gegen Kinderarmut in Freiburg
Träger: Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Freiburg

Mit dem Vorhaben werden junge Familien in prekären Lebensverhältnissen angesprochen damit sie an Hilfen teilhaben können. Als Zugang werden die Früherkennungsuntersuchungen der Kinderärztinnen und Kinderärzte gewählt und niederschwellige fallbezogene Kooperationsformen zwischen Pädiatrie und Jugendhilfe entwickelt und verbessert. Im Ergebnis entstehen dadurch Praxisbausteine, die auch auf andere Kreise und Kommunen übertragbar sind. Abschlussbericht 

Ansprechperson:
Martina Kost, Martina.Kost(a)stadt.freiburg.de, 0761 / 201 8555

Wir sind laut – wir sind stark – wir gestalten mit!!!
Träger: Linzgau – Kinder- und Jugendheim e.V., Überlingen

Kinder und Jugendliche überprüfen zusammen mit Fachkräften das bestehende Mitbestimmungskonzept (Gruppensprecherinnen und Gruppensprecher), Kinder- und Jugendrat etc.) auf seine Wirksamkeit hin. Dies geschieht in Arbeitsgruppen und einer gemeinsamen Fortbildung . Das Konzept und der Überprüfungsprozess werden extern evaluiert, um die Wirkfaktoren für ein Gelingen von Partizipation exakter zu bestimmen und entsprechend zu transferieren. Abschlussbericht Handreichung.

Ansprechperson:
Hardy Frick, h.frick(a)linzgau-Kinder-jugendheim.de, 07551 / 9510 16

Zukunft der Jugendarbeit im ländlichen Raum
Träger: Kreisjugendringe Biberach u.  Ravensburg

In Bürgerforen entwickeln junge Menschen Ideen zur Gestaltung des örtlichen Lebensraumes insbesondere bezogen auf Zukunfts- und Entwicklungsperspektiven. Dabei wird die Rolle der Jugendarbeit, nicht zuletzt auch als Standortfaktor, bestimmt werden. Das Vorhaben stellt damit zukunftsorientierte Konzepte der Jugendarbeit im ländlichen Raum zur Verfügung. Abschlussbericht

Ansprechperson:
Margit Renner, margit.renner(a)kjr-biberach.de, 0151 65496659

Kontakt und weitere Informationen über:
www.kjr-biberach.de

AUSBLICK – Netzwerk und Hilfe für Kinder psychisch erkrankter Eltern
Träger: Hochdorf, Ev. Jugendhilfe im Kreis Ludwigsburg e.V.

Die Situation der Kinder psychisch erkrankter Elternteile ist häufig (zu) wenig im Blick. Es fehlen Hilfeleistungen für die Kinder und Jugendlichen, die als präventive Angebote im Vorfeld der Erzieherischen Hilfen angesiedelt sind. Das Vorhaben setzt an der Verbesserung der Netzwerkarbeit, der Entwicklung von Fortbildungsbausteinen sowie an der Verbesserung der Kontaktaufnahme zur Familie und der Entwicklung von Hilfen für betroffene Kinder an.

Ansprechperson:
Nicole Tüfek, Tuefek.n(a)jugendhilfe-hochdorf.de, 07142 / 7785956

Kontakt und weitere Informationen über:
http://www.jugendhilfe-hochdorf.de/content/view/15/62/

Ihre Ansprechpartnerin

Ingrid Klein

Anschrift:MPD des KVJS, Tannenhof Ulm, Saulgauer Str. 3, 89079 Ulm
zuständig für:Alb-Donau-Kreis, Landkreise Biberach und Heidenheim, Stadt Ulm

Telefon: 0731 1516762

Telefax: 0731 4013/217