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Ulrike Gfrörer

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Kerstin Illg

Finanzielle Förderung Modellvorhaben

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Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Jugendhilfe

Die Herausforderungen vor denen die Jugendhilfe steht, bedürfen neuer Antworten oder zumindest der Möglichkeit, bestehende Ansätze weiterzuentwickeln und dabei auch neue Wege – unter Einbezug von Eltern, Schule und Gemeinwesen - zu gehen. Die Vorhaben sollen Impulse für Entwicklungen in anderen Regionen geben, d.h. Erkenntnisse sollen transferiert und anderen zur Verfügung gestellt werden. Besonderer Wert wird auf die Neuartigkeit, die Stringenz und den Transfer der Erkenntnisse gelegt.

Modellvorhaben 2014

Im Herbst 2014 starten fünf mehrjährige Vorhaben, die im Rahmen des Förderprogramms "Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Jugendhilfe in Baden-Württemberg" des KVJS-Landesjugendamtes gefördert werden. Hierfür stehen jährlich 270.000,00 € zur Verfügung. Erwartet werden überregional nutzbare Erkenntnisse.

 

Inklusive Förderung in Kindertagesstätten
Träger: Kreisjugendamt Göppingen

Das bisherige Fördersystem der Einzelfallpauschalen wird Kindern mit erhöhtem Förderbedarf nicht ausreichend gerecht. Es soll so weiterentwickelt werden, dass zukünftig eine inklusive Betreuung und Erziehung von Kindern mit Behinderungen und Kindern mit einem erhöhtem Förderbedarf in den Kindertagesstätten möglich sein kann. Modellhaft werden in größeren Einrichtungen kontinuierlich arbeitende interdisziplinäre Teams eingerichtet, kleinere Einrichtungen können auf einen Pool qualifizierter Inklusionsfachkräfte zurückgreifen. Hierfür werden passgenaue Finanzierungs- und Kooperationsmodelle entwickelt und erprobt, die in ein übertragbares Gesamtkonzept münden.

Ansprechperson im KJA Göppingen: Frau Chemnitzer, Jugendhilfeplanung, Tel. 07161 202 653
Ansprechperson im KVJS-LJA: Frau Liebscher, Tel. 0711 6375 448

 

Neue Wege der Erziehungsberatung
Träger: Diakonisches Werk Ravensburg

Familien mit Migrationshintergrund und sozial benachteiligte Familien werden bislang schwer von den Psychologischen Beratungsstellen erreicht. Das Vorhaben setzt hier in der Weise an, dass eine EB-Mitarbeiterin an einer Schule für Kinder und Jugendliche mit umfassenden und lang andauernden Lern- problemen und Entwicklungsverzögerungen regelmäßig präsent ist. Übergabe-Gespräche mit der Schulsozialarbeiterin, gemeinsame Hausbesuche, Runde Tische in der Schule sowie Angebote im Sozialraum der Schüler/-innen werden durchgeführt und damit Zugänge zur Erziehungsberatung für einen Personenkreis geschaffen, der über eine Komm-Struktur kaum erreichbar ist.

Ansprechperson im DW Ravensburg: Herr Manz, Tel. 0751 29590419
Ansprechperson im KVJS-Landesjugendamt: Frau Wildner, Tel. 0711 6375 439

 

BUS - Aufbau eines tragfähigen Beratungs- und Unterstützungssystems an drei Ganztagsgrund- schulen der Südstadt
Träger: Landkreis und Stadt Tübingen, Martin-Bonhoeffer-Häuser

Unter  dem  Titel  BUS  stehen  die  Stadt  Tübingen,  drei  Grundschulen,  Staatliches  Schulamt,  Martin- Bonhoeffer-Häuser sowie der Landkreis Tübingen in einem intensiven Austausch. Ziel ist, durch eine veränderte Kooperation und Koordination der Leistungsträger an den Schulen und im Sozialraum die Förder-, Unterstützungs- und Hilfeangebote für Kinder und Familien inhaltlich und organisatorisch zu verzahnen. Für jede Grundschule wird ein Konzept integrierter Leistungen (Beratung, Diagnostik, Einzelförderung, Gruppenangebote, Prävention) entwickelt. Das Vorhaben verspricht organisatorisch und inhaltlich eine Antwort auf aktuelle Fragen der Inklusion und der Vernetzung unterschiedlicher Leistungssysteme.

Ansprechperson im Kreisjugendamt Tübingen: Herr Hillebrand, Amtsleitung. Tel. 07071 207 2101
Ansprechperson im KVJS-Landesjugendamt: Frau Wijnvoord, Tel. 0711 6375 429


Partizipation und Selbstkompetenz im Kinder- und Jugendhilfezentrum Leonberg
Träger: Waldhaus Hildrizhausen gGmbH

Das Kinder- und Jugendhilfezentrum betreut Kinder von 6-14 Jahren (§§ 27,2 und 35a SGB VIII). Die Beteiligung von Kindern und Eltern im Hilfeprozess wird häufig durch komplexe Problemstellungen erschwert. Für benachteiligte Kindern und Eltern sind Beteiligungschancen jedoch nicht nur persönlichkeitsbildend, sondern sie entscheiden oftmals über einen gelungenen Hilfeverlauf. Das Vorhaben wird neue Ansätze erproben wie z.B. das gemeinsame Entwickeln eines Beteiligungsbuches für Kinder und Eltern, die Initiie- rung eines Elterncafés von und für Eltern als Austauschmöglichkeit, Patenschaften von und für Kinder, Initiierung eines Kinderrates im KIDZ oder regelmäßig stattfindende Eltern-Kind-Seminare. Die Partizipations- erfahrungen im KIDZ können für andere Lebensbereiche der Kinder und Familien genutzt werden.

Ansprechperson Waldhaus Hildrizhausen gGmbH: Herr Artschwager, Tel. 07034 931 740
Ansprechperson im KVJS-Landesjugendamt: Frau Domon, Tel. 0711 6375-487


Wolos
Träger: Stadt Schwäbisch Gmünd

Für junge Erwachsene mit Wohnungsproblemen gibt es, insbesondere in ländlich strukturierten Landkreisen, selten adäquate Unterstützungsangebote. Neuartig in diesem Vorhaben ist die enge Kooperation aller Beteiligten, um ein fachgerechtes Unterstützungssystem zu schaffen: Die Jugendhilfe, insbesondere die Mobile Jugendarbeit mit dem niederschwelligen Zugang zur Zielgruppe, die Wohnungsnotfallhilfe, das U-25-Fallmanagement des Jobcenters und im Einzelfall weitere Stellen, welche dem Exklusionsprozess junger Erwachsener entgegenwirken. Auch nicht im Wohnprojekt aufgenommene junge Erwachsene können
Beratung und präventive Unterstützung bei drohender Obdachlosigkeit erhalten.

Ansprechperson in der Stadt Schwäbisch Gmünd: Herr Reuter, Tel. 07071 603 5040
Ansprechperson im KVJS-Landesjugendamt: Frau Pfluger, Tel. 0711 6375 859

Ihre Ansprechpartnerin

Ulrike Gfrörer

Telefon: 0711 6375-443