Tagesbetreuung von Kindern

Kindergarten, Krippe oder Schülerhort, jede Kindertageseinrichtung braucht eine Betriebserlaubnis. Dies stellt sicher, dass in allen Einrichtungen eine Mindestqualität an personellen und räumlichen Standards gegeben ist.

Das KVJS-Landesjugendamt fördert die Tagesbetreuung und Erziehung in der Familie durch modellhafte Vorhaben, durch fachliche Begleitung, Broschüren, Arbeitshilfen und durch Fortbildungsveranstaltungen.

Darüber hinaus bietet der KVJS überregionale und regionale Fachtagungen, Workshops und Seminare. Mit seinen Inhouse-Seminaren ergänzt er dieses Angebot durch individuell zugeschnittene Veranstaltungen vor Ort z. B. zur Teamentwicklung, Konzeptionsentwicklung, Qualitätsmanagement.

Inklusion

In der UN-Kinderrechtskonvention ist das Recht von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung auf ein erfülltes und menschenwürdiges Leben verankert. Sie haben das Recht auf besondere Betreuung, die ihre Selbstständigkeit fördert und eine aktive Teilhabe am Leben ermöglicht.

Nach dem Kinder- und Jugendhilferecht (SGB VIII), dem Kindertagesbetreuungsgesetz Baden-Württemberg (KiTaG) und dem Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in baden-württembergischen Kindergärten und weiteren Kindertageseinrichtungen sollen Kinder mit und ohne Behinderungen in Gruppen gemeinsam gefördert werden.

Für die Fachkräfte ergibt sich aus diesem Auftrag eine besondere Herausforderung:

„Jedes Kind hat ein Recht auf gleichberechtige Bildungschancen und soziale Teilhabe. Dies erfordert von allen Beteiligten eine Haltung und ein Handeln mit dem Ziel der Inklusion. Die pädagogische Fachkraft ist herausgefordert, die vorgefundene Vielfalt anzuerkennen, sie als Bereicherung zu verstehen und sich mit Bildungsbarrieren auseinanderzusetzen, diese abzubauen und Zugangswege zu erweitern“ (Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in baden-württembergischen Kindergärten und weiteren Kindertageseinrichtungen, 2014, S. 48).

Jede Gruppe einer Kindertageseinrichtung kann grundsätzlich integrativ geführt werden. Für einen im Einzelfall erhöhten Betreuungsbedarf sind die erforderlichen personellen und sachlichen Voraussetzungen in Erfahrung zu bringen und zu beachten. Dies kann bedeuten, dass für eine integrativ geführte Gruppe die personelle Besetzung über dem Mindestpersonalschlüssel liegt. Ob ein besonderer Förderbedarf besteht, und welcher höhere Bedarf an Personal- und Sachaufwand im Einzelfall besteht, ist vor Ort vom Träger und den Fachkräften der Einrichtungen in Kooperation mit Fachstellen (zum Beispiel Frühförderstelle, Psychologische Beratungsstelle, Sozialpädiatrische Zentrum) und gegebenenfalls mit dem Gesundheitsamt zu klären.

Ihr Kontakt zu uns

Daniela Schilling

Lkr. Karlsruhe, Lkr. Calw, Inklusion

Telefon: 0711 6375-394

Gabriele Ulrich

Enzkreis, Stadt Konstanz, Lkr. Konstanz, Stadt Pforzheim, Inklusion, Kooperation Kindergarten/ Grundschule, Bildungshaus

Telefon: 0711 6375-426

Bestellung: "Frühförderung Die Vielfalt leben" beim Regierungspräsidium Stuttgart, Ingrid.Schmid(a)rps.bwl.de, Tel.: 0711 / 904-17461