Obdachlosenhilfe im Winter

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Online-Arbeitshilfe "Obdachlos? Erfrierungsgefahr?" für Kommunen und Einrichtungen zeigt Unterstützungsmöglichkeiten auf

Obdachlose Menschen, die auf der Straße übernachten, sind insbesondere in den Wintermonaten besonderen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt. Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha hat deshalb auf die neu überarbeitete und im Internet abrufbare Arbeitshilfe aufmerksam gemacht, mit der Kommunen und Einrichtungen über Hilfsangebote für Wohnungslose informiert werden.

In Baden-Württemberg muss niemand auf der Straße übernachten

 
Die Arbeitshilfe "Obdachlos? Erfrierungsgefahr?" erläutert die rechtliche Situation und benennt Zuständigkeiten in Baden-Württemberg. Zur Verfügung stehen auch Vorlagen für Plakate oder Informationskarten, mit denen obdachlose Menschen, aber auch die Öffentlichkeit auf Hilfsangebote aufmerksam gemacht werden können.

„Gerade in diesen Tagen wird oft der Vorwurf laut, obdachlose Menschen in Deutschland würden aufgrund der Flüchtlinge aus dem Blick geraten. Dem ist nicht so“, sagt KVJS-Verbandsdirektor Senator e.h. Prof. Roland Klinger. „Notunterkünfte und Angebote der Wohnungslosenhilfe werden in Baden-Württemberg weiterhin mit großem Engagement und trotz Mangel an bezahlbarem Wohnraum zur Verfügung gestellt. Die im Internet abrufbare Arbeitshilfe des KVJS und der Liga der freien Wohlfahrtspflege soll helfen, diese Menschen im Winter vor dem Erfrieren zu schützen.“

„In Baden-Württemberg muss niemand auf der Straße übernachten“, betonte Minister Lucha. „Kommunen und karitative Organisationen halten in vielen Orten Aufwärmstuben und Nachtquartiere für wohnungslose Menschen bereit.“ Lucha wies darauf hin, dass das Land die freiwillige Förderung von Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in den letzten Jahren nahezu verdreifacht hat: von zuvor 0,75 Millionen Euro im Jahr 2011 auf rund 2,2 Millionen Euro in diesem Jahr.

Der Minister appelliert an die Bevölkerung nicht wegzuschauen, wenn man im Winter auf einen Menschen in Not treffe: „Sie können helfen und dadurch möglicherweise sogar Leben retten.“ Ein Anruf beim Ordnungsamt oder dem örtlichen Polizeirevier genüge. „Bei hilflosen und akut gefährdeten Menschen rufen Sie bitte den Rettungsdienst unter 112 an.“

Ergänzende Informationen

"Obdachlos? Erfrierungsgefahr?! Eine Handreichung zum Erfrierungsschutz von Wohnungslosen in Baden-Württemberg", Oktober 2016

Hrsg.: Kommunale Landesverbände, KVJS, Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg.

Download im Internet

http://kvjs.web61.serverdienst.net/?id=898sowie unter
www.liga-bw.de/Wohnungslosenhilfe.349.0.html .

Die Publikation gibt es nicht als gedruckte Broschüre. Sie steht ausschließlich als Download im Internet zur Verfügung.