Werkzeugkoffer Wirkungsorientierung in der Sozialhilfe

Wissen, was wirkt - das ist ein zentrales Anliegen in der Sozialen Arbeit. Denn Fachkräfte möchten so viel wie möglich für ihre Klientel erreichen. Und Kommunen und Kreise wollen Geldmittel sinnvoll einsetzen.

Der KVJS unterstützt die wirkungsorientierte Praxis der Sozialen Arbeit mit Projektgeldern und einer fundierten Informationssammlung: dem "Werkzeugkoffer". Zielgruppe sind Fachleute der der Jugendhilfe, Behindertenhilfe sowie Fachleute für die Integration behinderter Menschen in die Arbeitswelt.

Der Werkzeugkoffer enthält Handreichungen und Checklisten von Expertinnen und Experten des KVJS. Zudem hat der Verband ausgewählte Beispiele aus den Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs zusammengestellt. Die Materialien sind als Anregung gedacht und können an die Zielsetzungen und Rahmenbedingungen eines Stadt- und Landkreises angepasst werden.

Hier können Sie den Werkzeugkoffer öffnen:

Werkzeugkoffer Wirkungsorientierung in der Sozialhilfe

Von Anke Rammig
Menschen mit Behinderungen bekommen von den Stadt- und Landkreisen Eingliederungshilfe beim Wohnen, Arbeiten oder bei stützenden Familienstrukturen: Das Fallmanagement berücksichtigt die umfassende Lebenssituation der Menschen und ermöglicht zielgenaue Hilfen. Es hilft, die knappen finanziellen Ressourcen effizient einzusetzen. Im Rahmen eines KVJS-Forschungsprojekts ist ein Instrument entstanden, das eine einheitliche und umfassende Dokumentation im Fallmanagement ermöglichen soll sowie anderseits Grundlage für die Evaluation und ein Fachcontrolling bieten kann. In folgendem Beitrag wird die (Weiter-)Entwicklung des „Mustervordrucks Gesamtplan Fallmanagement“ vorgestellt (Oktober 2015).

Von Bettina Süßmilch
Eine multiperspektivische Betrachtung der Wirkfaktoren im Sozialraum im Rahmen der Projekte der "Neuen Bausteine" finden Sie in diesem Beitrag (Oktober 2015).

Fallmanagement

Das Fallmanagement in der Eingliederungshilfe ist nahezu in allen Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg eingeführt. Nun geht es um die möglichst wirkungsvolle Anwendung und Weiterentwicklung des Fallmanagements als Steuerungsinstrument. Dabei stellt sich insbesondere die Frage nach seiner Nachhaltigkeit und Wirkungsorientierung:

  • Wie wird das Fallmanagement umgesetzt? (Struktur- und Prozessqualität)
  • Mit welchem Ergebnis? (Ergebnisqualität)

Hier finden Sie einen Beitrag mit Hilfestellungen für die oben genannten Fragen. Die Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie dienen als Orientierungshilfe. Die Weiterentwicklung dieser Methoden ist als dauerhafter Prozess zu verstehen und kann nur im Austausch mit den Stadt- und Landkreisen erfolgen.

Der KVJS unterstützt gerne diesen Prozess, etwa durch Beratung und Schulungen

 

Daten für Taten - Wirkungsorientierte Dokumentation und Datenerfassung. Mehr als eine Legitimation gegenüber dem Auftraggeber

Um Wirkung messen zu können, müssen die erbrachten Leistungen beschrieben und dokumentiert werden. Doch wie entwickelt man Dokumentationssysteme im Spannungsfeld zwischen Qualitätsentwicklung und Kontrolle? Hier eine kurze Zusammenfassung der aktuellen Entwicklungen im Bereich Wirkungsorientierung sowie unsere Anregungen für eine wirkungsorientierte Dokumentation und Datenerfassung.

Ausführliche Informationen

Neue innovative Leistungsbausteine 

Der KVJS fördert seit 2008 Projekte zur Weiterentwicklung der Sozialhilfe. Die Projekte bringen die Inklusion baden-württembergischer Bürgerinnen und Bürgern ein gutes Stück voran. Der KVJS bietet den Stadt- und Landkreisen wissenschaftlich fundierte Aussagen, wie sie das System der Sozialhilfe wirkungsorientiert an die neuen Anforderungen anpassen können. Die Ergebnisse sind auf alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg übertragbar.

Ausführliche Informationen finden Sie hier. Unsere Internet-Seite zu den "Bausteinen in der Sozialhilfe" finden Sie  hier

Ambulant oder stationär – was ist kostengünstiger?

Finanzielle Auswirkungen bei einem Wechsel von stationären zu ambulanten Wohnhilfen

Ambulant betreute Wohnformen entsprechen den Wünschen und Bedürfnissen vieler Menschen mit Behinderung. Sie können zielgenauer und individueller und damit wirkungsorientierter erbracht werden als vollstationäre Leistungen. Doch welches die kostengünstigere Lösung, darüber streitet die Fachwelt. Einige Studien fanden heraus, dass die Hilfen ambulant wesentlich teurer erbracht werden, andere sehen ein nahezu utopisches Einsparpotenzial. Eine Arbeitsgruppe der Bundesarbeitsgemeinschaft überörtlicher Sozialhilfeträger (BAGüS), an der der KVJS mitgewirkt hat, hat deshalb dazu ein eigenes EDV-gestütztes Erhebungsraster für die tatsächlichen Ausgaben und Einnahmen aller Sozialhilfeaufwendungen eines konkreten Einzelfalles entwickelt.

Weitere Informationen

Kostenvergleich ambulant – stationär: Wirkungsorientierte Steuerung bei Wohnhilfen im Rahmen der Eingliederungshilfe

EDV-gestützter Erhebungsbogen zum Kostenvergleich bei einem Wechsel von stationären zu ambulanten Wohnformen.

Beispiel Bodo S. (Name geändert)

Leiterin der Initiative "Wirkungsorientierung"

Kristina Reisinger

Telefon: 0711 6375-204

Ihr Ansprechpartner zur Wirkungsorientierung im Fallmanagement

Ulrich Allmendinger

Referatsleiter "Sozialhilfe-Service, Grundsatz, Fortbildung, Projekte, Forschung und Koordination"

Beratung und Unterstützung der örtlichen Träger bei der Aufgabendurchführung insbesondere in Fragen des Leistungsrechts

Telefon: 0711 6375-323

Ihre Ansprechpartnerin zur wirkungsorientierten Dokumentation und Datenerfassung

Christine Blankenfeld

Referatsleiterin "Sozialplanung, Investive Förderung"

Telefon: 0711 6375-745

Ihr Ansprechpartner zur Wirkung mit neuen Leistungsbausteinen und zur wirkungsorientierten Steuerung bei Wohnhilfen

Dr. Ulrich Bürger

Telefon: 0711 6375-442

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