Pflegeberatung im digitalen Wandel: Theorie und Praxis im Vergleich
Die Digitalisierung in der Pflegeberatung nimmt Fahrt auf. Doch wie tief ist sie im Alltag verankert? Eine neue Untersuchung vergleicht die wissenschaftliche Theorie mit der gelebten Praxis und liefert spannende Zahlen:
- Die wissenschaftliche Basis (Bundesebene): Das GKV Kompetenzzentrum Digitalisierung und Pflege führte eine umfassende Literaturrecherche durch. Das überraschende Ergebnis: Von 1.872 gesichteten wissenschaftlichen Veröffentlichungen der letzten fünf Jahre befassten sich gerade einmal 17 Beiträge konkret mit digitalen Anwendungen in der Pflegeberatung. Die wissenschaftliche Datenbasis ist also noch sehr dünn.
- Der Realitätscheck auf Landesebene in Baden-Württemberg: Ein anderes Bild zeigt die Praxis: Die Geschäftsstelle der Kommission Pflegestützpunkte Baden-Württemberg hat eine landesweite Online-Befragung durchgeführt. Die Beteiligung war riesig: Von 44 Pflegestützpunkten im Land haben 40 Kreise teilgenommen. Hier zeigt sich, dass mobile Geräte zu 100 % im Alltag angekommen sind und bereits 67 % der Stützpunkte Videoberatungen anbieten. Gleichzeitig wird ein großer Bedarf an Schulungen sichtbar, da sich über die Hälfte der Pflegestützpunkte nicht ausreichend informiert fühlt.
Lesen Sie in unserem aktuellen Fachartikel, warum Theorie und Praxis noch auseinanderliegen und wie passgenaue Hilfen für Beratende aussehen müssen. Geschrieben wurde der Artikel von Dr. Gerda Apelt (GKV-Spitzenverband) und Simone Eckstein (Kommission Pflegestützpunkte Baden-Württemberg, KVJS).
Hier können Sie den ganzen Fachartikel lesen.
Quelle: care konkret, Ausgabe 28/29 2026, Vincentz Network, Hannover