Neues von APerTa-BW

© Justus Heck
Tagesstätte ist nicht gleich Tagesstätte. Die große Heterogenität bei dieser Angebotsform für Menschen mit psychischer Erkrankung ist einer der Befunde aus der Erhebung des zweiten Teilprojekts. Das drückt sich beispielweise in einer großen Vielfalt von Möglichkeiten der Mitgestaltung seitens der Besucherinnen und Besucher oder der ehrenamtlichenBürgerhelferinnen und -helfer aus.
Als ein Kernthema wurde das Alter sowohl der Besuchenden als auch der Mitarbeitenden identifiziert. Das Durchschnittsalter der Mitarbeitenden liegt über dem der Erwerbstätigen in Deutschland, das 2023 laut Statistischem Bundesamt 43,9 Jahre betrug.
Welchen Altersdurchschnitt die Besuchenden haben, wird weiter zu prüfen sein. Neben finanziellen und personellen Herausforderungen sehen etwa 30 Prozent der Tagesstätten das hohe Durchschnittsalter der Besuchenden aktuell als eine der wichtigsten Herausforderung an. Die Chance potenzieller junger Besuchenden, ähnlich alte Peers zu treffen, ist deswegen niedrig.
Eine Besonderheit des Forschungsprojekts ist die Beteiligung von Betroffenen als Forschende. Die Einbindung von Psychiatrie-Erfahrenen in die Untersuchung des qualitativen Teilprojekts hat sich als ein großer Gewinn für die Erhebung und Auswertung erwiesen.