Ziel ist es dabei, die Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern in Familie und Gesellschaft frühzeitig und nachhaltig zu verbessern.

Dies soll sowohl durch allgemeine als auch spezifische Angebote und Maßnahmen erreicht werden. Sie richten sich an alle (werdenden) Eltern mit ihren Kindern im Sinne der Gesundheitsförderung (primäre Prävention). Basis der Frühen Hilfen ist dabei vor allem die multiprofessionelle Kooperation, aber auch bürgerschaftliches Engagement und die Stärkung sozialer Netzwerke von Familien werden mit einbezogen. Für die praktische Umsetzung bedeutet dies eine enge Vernetzung/Kooperation von Institutionen und Angeboten aus den Bereichen der Schwangerschaftsberatung, des Gesundheitswesens, der interdisziplinären Frühförderung, der Kinder- und Jugendhilfe und weiterer sozialer Dienste. Dadurch soll die flächendeckende Versorgung von Familien mit bedarfsgerechten Unterstützungsangeboten vorangetrieben und die Qualität der Versorgung verbessert werden (vgl. Leitbild Frühe Hilfen, Beitrag des NZFH-Beirats, 2014, S.13).

In Baden-Württemberg liegt der Fokus der Förderung in den Frühen Hilfen auf der Umsetzung des Bundesprogramms „Bundesinitiative Frühe Hilfen“ und des Landesprogramms „STÄRKE“. Beide Landeskoordinierungsstellen sind im KVJS-Landesjugendamt angesiedelt.

Ihr Kontakt zu uns

Mirjam Bernad

Telefon: 0711 6375-545

Sarah Frey

Telefon: 0711 6375-865

Annette Krawczyk

Telefon: Tel.: 0711 6375-424

Landesprogramm STÄRKE

Das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg (ehemals Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren) hat das Landesprogramm STÄRKE 2008 ins Leben gerufen um die Eltern- und Familienbildung zu fördern.

Um insbesondere Familien mit finanziellem Unterstützungsbedarf noch besser erreichen und neue Fördermöglichkeiten aufnehmen zu können, wurde STÄRKE zum 1. Juli 2014 neu ausgerichtet. Die bisherige Gutscheinvergabe wurde abgelöst von einem erweiterten Angebot, das niederschwellige Zugangsmöglichkeiten zu Familienbildungs- und Unterstützungsangeboten ermöglicht. Die Neuregelung nimmt Angebote für (werdende) Eltern mit Kindern bis zu drei Jahren vermehrt in den Blick. Auch Väter sollen grundsätzlich stärker als Zielgruppe angesprochen werden.

Das KVJS-Landesjugendamt verwaltet die Verteilung der finanziellen Mittel, koordiniert das Landesprogramm und berät die Jugendämter und Bildungsträger.

Die Gemeinden informieren alle Familien anlässlich der Geburt eines Kindes automatisch über die örtlichen Familienbildungsangebote und Offenen Treffs. Außerdem erhalten interessierte Familien weitergehende Informationen bei den Jugendämtern, örtlichen STÄRKE-Anbietern und weiteren beteiligten Akteuren im Bereich der Frühen Hilfen.

Die STÄRKE-Koordinatorinnen- und Koordinatoren sind bei den 46 Jugendämtern im Land angesiedelt. Sie sorgen für ein bedarfsgerechtes Angebot und die Förderung der Angebotsentwicklung vor Ort.

Übersicht Grafik STÄRKE

STÄRKE

  • Familien mit finanziellem Unterstützungsbedarf erhalten Zuschüsse für ein allgemeines Familienbildungsangebot für Familien mit Kindern im ersten Lebensjahr bis zu einem Höchstbetrag von 100 EUR pro Elternteil und Kind.
  • Familien in besonderen Lebenssituationen erhalten darüber hinaus Zuschüsse für ein auf ihre Bedarfssituation zugeschnittenes Familienbildungsangebot bis zu einem Höchstbetrag von 500 EUR pro Elternteil.
  • Familien in besonderen Lebenssituationen können kostenlos oder zumindest ermäßigt an einer Familienbildungsfreizeit oder einem Familienbildungswochenende teilnehmen.
  • Offene Treffs können unter bestimmten Voraussetzungen als Begegnungsorte für Familien mit kleinen Kindern finanziell unterstützt werden. Dieses Angebot ist für alle Eltern kostenfrei und bietet die Möglichkeit zum persönlichen Kontakt und Kennenlernen der Familienbildungsangebote im Rahmen von STÄRKE.
  • Alle Familien, die an einem der oben genannten STÄRKE-Angebote teilnehmen, können auf Wunsch bis zu fünf kostenfreie Beratungen im häuslichen Umfeld erhalten.

Anträge für die kostenlose oder ermäßigte Teilnahme an STÄRKE-Angeboten können die Eltern direkt bei den STÄRKE-Anbietern stellen. Die Antragsformulare stehen auf dieser Homepage unter der Überschrift "Verwaltungsvorschrift zur Förderung des Programms" zum Download bereit.

In den vergangenen Jahren haben sich die gemeinnützigen Familienferienstätten als Unterkünfte bewährt. Informationen und Kontaktdaten finden sich unter www.familienferien-bw.de oder www.urlaub-mit-der-familie.de

Hinweise Familienbildungsfreizeiten 2014

Die "Linksammlung zur Arbeit mit Asylsuchenden, Migranten und Flüchtlingen in den Frühen Hilfen" finden Sie unter "Frühe Hilfen". 

Elektronische Datenübermittlung/Meldeverordnung

Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg – Internetauftritt STÄRKE

Familienfreundliche Kommune mit aktuellen Praxisbeispielen zu STÄRKE

Evaluation STÄRKE

Ihre Ansprechpartnerin

Sarah Frey

Telefon: 0711 6375-865